Umweltvorsorge statt Wachstumswahn – Eine Zeitreise

Herbert Gruhl auf dem ÖDP-Bundesparteitag 1988 in Hannover am Rednerpult mit einer plakatierten Zeichnung des Karikaturisten Horst Haitzinger.

Herbert Gruhl erklärte am 10. Januar 1980 seinen Austritt aus der Partei Die Grünen. Er konnte sich bei den Vorstandswahlen in Karlsruhe 1980 nicht durchsetzen, eine Öffnung gegenüber K-Gruppe nicht verhindern, und er sah in der Programmatik „Das alternative Luftschloss“ aus materialistischen Forderungen fernab einer Politik des Maßhaltens.

Aus der GAZ ging am 3. März 1982 die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) hevor, deren Vorsitzender Gruhl bis 1989 war. Die ÖDP hatte in dieser Zeit einen wesentlich aus der Feder von Gruhl stammenden Vorschlag zu einer aufkommensneutralen ökologischen Steuerreform verabschiedet – was Ernst Ulrich von Weizsäcker in seinem Buch „Erdpolitik“ (1989) als Pionierleistung würdigt. Die ÖDP war mit dem Slogan „Weniger ist mehr“ um Stimmen. 1988 kam die ÖDP in Baden-Württemberg erstmals (mit 1,4 Prozent) in den Genuss von Wahlkampfkostenerstattungen.

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