Umweltvorsorge statt Wachstumswahn – Eine Zeitreise

Herbert Gruhl, 1992

Herbert Gruhl verließ im Dezember 1990 die ÖDP, die ihm zu erfolglos blieb und ihm mit der Fokussierung auf einen Zusammenhang von Ökologie und Bevölkerungswachstum zu wenig anfangen wollte.

Er unterstützte die Vereinigung Unabhängige Ökologen Deutschlands (UÖD), die bioreginalsitsich ausgereichtet war, im Kern biologisch-dynamische Erzeugung und Regionalität miteinander zu verbinden protegierte.

Seine letzten Lebensjahre galten der Arbeit an dem Buch „Himmelfahrt ins Nichts – Der geplünderte Planet vor dem Ende“ (1992). Hier wird das Bevölkerungswachstum in Verbindung mit den zivilisatorischen Lebensansprüchen für die Zukunft als tragisch diagnostiziert, was noch einmal grössere Aufmerksamkeit fand. Ein kurzer Text zu diesem Spätwerk von Herbert Gruhl, hier: http://herbert-gruhl.de/die-oekonomie-zerstoert-uns/

In der Rückschau wird Gruhl immer wieder als jemand charakterisiert, der zwischen allen Stühlen saß, was er auch selber so sah. Einer von Gruhls nachgelassenen Aphorismen, die anläßlich seines 100. Geburtstages am 22.10.2021 prubliziert wurden, lautet: „Nur wer zwischen den Stühlen sitzt hat festen Boden unter dem Hintern.“

Gruhls ökologisches Denken wurde für viele zur Grundlage und Ausgangsbasis, sich für ökologisch Belange einzusetzen. Er schuf neue Instutiuonen und half sie zu etablieren. Immer wieder bekunden Umweltschützer, sie seien von Herbert Gruhl inspiriert worden sich gegen einen blinden Wachstumsglauben einzusetzen.

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(Zu den Daten zu Herbert Gruhl siehe, sofern nicht anders angegeben: Volker Kempf: Herbert Gruhl – Pionier der Umweltsoziologie, 2008). (VK)

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