Zu Gast in Hannover

Herbert Gruhls Liebe zur Welt, oder: Was sich von selbst versteht
Konrad Adam

Die universalistische Seite, wonach ökologische Politik grenzüber-schreitend sein werde oder zu kurz greifen müsse, behandelte Konrad Adam. Die Welt zu erhalten, in der und mit der gelebt würde, brauche nicht endlos diskutiert zu werden im Sinne eines Habermaschen Dis­kurses, das verstehe sich von selbst oder sollte sich von selbst verstehen. Eine Kultur brauche Selbstverständ­lichkeiten, wozu auch das Gegen-seitigkeitsprinzip gehöre, dass man das, was einem nicht angetan werden will, auch anderen nicht antue. Kant habe das in seinem Kate­gorischen Imperativ nur weiter ausformuliert und begründet, Albert Schweitzer das Diktum von der Ehrfurcht vor dem Leben uns mit auf den Weg gegeben – ein Weg, für den auch Gruhl mit seinem Buch „Ein Planet wird geplündert“ eine Wegmarke setzte, wie in der Diskussion vertieft wurde. In der Diskussion wurde auch nach der AfD gefragt, welche Adam mitgegründet hat, die ihm auch patrio­tisch sei, aber mit dem Natur- und Umweltschutzanliegen tue sie sich schwer und könne damit die Jugend kaum erreichen.

Rathaus Hannover

(VK, 10.11.2021)

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