Bücher

Herbert Gruhl: Ein Planet wird geplündert – Die Schreckensbilanz unserer Politik. Frankfurt am Main: S. Fischer, 1975.

 

 

 

 

Lizenzausgabe, Gütersloh:  Bücherclub Bertelsmann u.a. , 1977.

 

 

 

 

 

Mit einem Vorwort  zur Taschebuch-Ausgabe. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch- Verlag, 1978.

 

 

 

 

Mit einem Vorwort zur 14. Auflage des Taschenbuches. 163.-164. Tausend. Fischer Taschenbuch-Verlag, Juli 1992.

 

 

 

 

„Nicht nur der Mensch bestimmt den Fortgang der Geschichte, sondern die Grenzen dieses Planeten Erde legen alle Bedingungen fest für das, was hier noch möglich ist … Diese totale Wendung bedeutet, daß der Mensch nicht mehr von den Grenzen unserer Erde ausgehend denken und handeln muß. Wir nennen diese radikale Umkehr die Plnetarische Wende. Die Bestandsaufnahme der übriggebliebenen Möglichkeiten ist die dringende Aufgabe unserer Zeit.“ (Klappentext)

 Exemplare von „Ein Planet wird geplündert“ sind aufgrund der hohen Auflage noch heute antiquarisch erhältlich.

Die Einführung zu „Ein Planet wird geplündert“ online hier: http://herbert-gruhl.de/ein-planet-wird-gepluendert/

Fragen an den Autor von Ein Planet wird geplündert  (Radiomitschnitt Januar 1976)

 

Das irdische Gleichgewicht. Ökologie unseres Daseins. Düsseldorf: Erb, 1982.

Liztenzausgabe, Gütersloh: Berltelsmann u.a., 1984

Teschenbuch, Stuttgart: dtv., 1985.

Antiquarisch erhältlich.

 

 

(Hrsg.): Glücklich werden die sein … Zeugnisse ökologischer Weltsicht aus vier Jahrtausenden. Düsseldorf: Erb, 1984.

Mit einem Vorwort versehene und korrigierte Taschenbuchausgabe. Frankfurt/M., Berlin: Ullstein, 1989.

 

Aus dem Schlußwort:

„Was in diesen Jahren als ‚die Krise’ bezeichnet wird, ist bereits die Wende, ja sogar der einzig möglich Weg zur Gesundung. So wie der Kranke das Fieber braucht, so müssen die Völker durch Nöte hindurch, damit sie auf den Boden der Erde zurückgeholt werden. Auf diesem Planeten ist keinem Lebewesen eine bestimmte Form der Daseinsgestaltung garantiert, ein jedes hat sich anzupassen, auch der Mensch. Was jetzt als unzumutbar erscheint, wird sich als heilsam erweisen.“ (Herbert Gruhl)

Antiquarisch erhältlich

 

Der atomare Selbstmord. München, Berlin: Herbig, 1986.

Gegen die Lügen vor und nach Tschernobyl: Neben der Umweltzerstörung und den Nuklearwaffen zählt Gruhl die friedliche Nutzung der Atomenergie zu den destruktien Dingen in unserer zivilisierten Welt. Gruhl hoffte, daß seine Mahnung zur Umkehr nach der Katastrophe von Tschernobyl bei den Verantwortlichen zu Folgerungen führt, zumal auc das Endlagerungsproblem und das Kriegsproblem für weitere Unverantwortlichkeiten sorgt.  (V. K.)

Antiquarisch erhältlich.

 

Überleben ist alles. Erinnerungen. Berlin, München: Herbeig, 1987.

Vom Autor durchges. u. korrigierte Taschenbuchausgabe. Frankfurt/M., Berlin: Ullstein, 1990.

„… Herbert Gruhl hat eine interessante und versöhnliche Autobiographie geschrieben, die schon deshalb zu lesen lohnt, weil da ein Mann mit Charakter und Einfühlungsvermögen wandelnde Ansichten und Einsichten präsentiert. … Vielleicht wird uns erst in vielen Jahren klar sein, wie viele von Gruhls Warnungen vor der Ausbeutung und Zerstörung unseres Planeten berechtigt waren. Wenn es nicht zu spät ist. Überleben ist wirklich alles.“ (Die Welt)

Antiquarisch erhältlich

 

Häuptling Seattle hat gesprochen. Der authentische Text seiner Rede mit einer Klarstellung: Nachdichtung und Wahrheit. Berlin: Rixdorfer Verlagsanstalt, 1989, 61 Seiten [vergriffen]

„Die Rede Häuptling Seattles ist in den letzten Jahren als aktueller Mahnruf weltweit verbreitet worden; doch leider in einer gefälschten Erweiterung. Hier wird die Übersetzung der Aufzeichnungen von Dr. Henry A. Smith wiedergegeben, die er als Zuhörer gemacht hat.“ (Herbert Gruhl)

Einer der „ergreifenden Texte der Indianer, deren Voraussicht die weiße Zivilisation beschämen muß“ (Vittorio Hösle, Philosophie der ökologischen Krise, S. 148).

Auch enthalten in der Anthologie „Glücklich werden die sein …“ 

Aantiquarisch erhältlich.

 

Himmelfahrt ins Nichts. Der geplünderte Planet vor dem Ende. München: Langen Müller, 1992, 432 Seiten.

Am phantastischen Aufstieg des Menschen geht die Natur zugrunde. Es zeigt sich, daß er niemals die göttliche Weisheit haben wird, den Planeten zu regieren, der somit steuerlos seinem Ende zurast. Der letzte Akt der Tragödie hat begonnen. (Aus dem Klappentext.)

Antiquarisch erhältlich

 

 

Herbert Gruhl – Unter den Karawanen der Blinden. Schlüsseltexte, Interviews und Reden (1976-1993). Mit einem einleitenden Essay von Franz Vonessen. Hrsg. von Volker Kempf, Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005, 275 Seiten, 39,80 Euro

Die gesammelten “Schlüsseltexte, Interviews und Reden (1976-1993)” von Herbert Gruhl bieten einen Querschnitt durch sein politisches Wirken und seine geistige Entwicklung. Seit den 1970er Jahren gab es zwar einige sinnvolle Korrekturen durch den technischen Umweltschutz, ansonsten aber sah Gruhl die Menschheit weiter auf Plünderungskurs, die Karawane der Blinden also weiterziehen. Dem Band geht ein einleitender Essay des Freiburger Philosophie-Professors Franz Vonessen über die aufgeworfenenKritik an der Theorie vom ständigen wirtschaftlichen Wachstum voraus. Ein editorischer Bericht gibt Erläuterungen zur Auswahl der Texte. (V.K.)

Erhältlich beim Verlag Peter Lang

 

Herbert Gruhl: Aphorismen. Menschliches, Ökolgie und Politik. Mit einem Vorwort von Konrad Adam. Hg. i.A. der Herbert-Gruhl-Gesellschaft e.V. hg. von Andreas Gruhl und Volker Kempf. Bad Schussenried: Gerhard Hess Verlag, 2021, 76 Seiten, 12,90 Euro. 

Herbert Gruhl hatte in seinen Büchern gerne Aphorismen aus der Literatur eingestreut, aber auch selber welche geschrieben. Diese werden  im vorliegenden Buch erstmals aus dem nachlass veröffentlicht. 

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Monographie über Herbert Gruhl:

Volker Kempf: Herbert Gruhl – Pionier der Umweltsoziologie. Im Spannungsfeld von wissenschaftlicher Erkenntnis und politischer Realität. Graz: Ares Verl., 2008, 348 Seiten, 24,90 Euro (ISBN 978-3-902475-47-3)

Die Arbeit “Herbert Gruhl – Pionier der Umweltsoziologie” liefert eine Gesamtdarstellung der geistigen Entwicklung Herbert Gruhls von ihren biographischen Anfängen an über seinen Klassiker “Ein Planet wird geplündert” bis hin zu seinem Spätwerk “Himmelfahrt ins Nichts”. Herbert Gruhl erscheint vor diesem Hintergrund nicht nur paradigmatisch als Vordenker für umweltsoziologisch bedeutsame Fragen, sondern auch als ein Mann mit antitotalitärer Grundhaltung in einem totalitären Zeitalter.

“Kempf ist mit der Schilderung der Parteienlandschaft im Umbruch am Beispiel eines Politikers und konsequenten Querdenkers mit einer `stürmischen Ungelduld` – so Gruhl über sich selbst – gelungen, ein kritisches Zeitportrait zu zeichnen; jeweils gestützt auf zeitgeschichtliche und soziologische Untersuchungen, die in ernst zu nehmenden sozialwissenschaftlichen Kreisen unumstritten sind.” (Aus dem Nachwort von Dr. Ute Scheuch)

„Aus der Darstellung der biographischen und der intellektuellen Voraussetzungen, die Gruhls Denken prägten, wird seine Skepsis gegenüber dem unkritischen Fortschrittsglauben und seine Einsicht in die problematischen Seiten der Beherrschung der Natur durch den Menschen verständlich. Seine intensive Beschäftigung mit Hugo von Hofmannsthal während seines Studiums bei Hans Leisegang an der Freien Universität Berlin, seine Lektüre der Werke von Max Scheler, von existentialistischen Philosophen und dann seine Rezeption der bahnbrechenden ökologischen Kritik am Wachstum des Club of Rom in dessen Buch Die Grenzen des Wachstums waren formative Einflüsse, die auf Gruhl gewirkt haben.

Volker Kempf arbeitet diese kritischen Strömungen der 60er und 70er Jahre heraus und zeigt, wie Herbert Gruhl zu der negativen Einsicht gelangte, dass je fortschrittlicher eine Zivilisation ist, desto mehr sie die Natur ausbeutet. Kempf zeigt, dass Gruhl auf Grund dieser Einsicht zum kompromisslosen Gegner des Wachstums wurde, weil das Wachstum nach Gruhls Auffassung die natürlichen Grundlagen der Erde, d.h. die nicht-erneuerbaren Energien aufzehrt.

Unabhängig nun davon, ob man Gruhls Auffassungen für kulturpessimistisch und ökonomisch in ihrer Radikalität für nicht anwendbar halten mag, liegt in Kempfs Arbeit ein Erkenntnisgewinn in dem Sinne, dass er die Voraussetzungen der Entstehung des radikalen Denkens und Handelns eines der allerersten Vorläufer der ökologischen Bewegung in Deutschland aufzeigt.“ (Prof. Dr. Michael Kelpanides per Mitteilung vom 13. Oktober 2014).

„Volker Kempfs Herbert Gruhl. Pionier der Umweltsoziologie leistet selbst Pionierarbeit in der biographischen Beschreibung Gruhls …“ (Winfried Becker in: Historisch Politische Mitteilung, 23(1), 2016, S. 5).

Der Autor Volker Kempf ist Vorsitzender der Herbert-Gruhl-Gesellschaft.

Erhältlich bei Ares Verlag: https://www.ares-verlag.com/product/herbert-gruhl-pionier-der-umweltsoziologie/