Krieg und Atomkraft

Es ist wieder Krieg in Europa, in der Ukraine. Die Bilder über den Machtkampf um ein Atomkraftwerk nahe Kiew erinnern an ein Argument von Herbert Gruhl in „Der atomare Selbstmord“ und das Kapitel „Was passiert im Kriegsfall?“: dass solche Anlagen im Kriegsfall in das Kriegsgeschehen einbezogen werden. Das kann eine nukleare Katastrophe bedeuten, mag sie diesmal auch nicht eingetreten sein. Es geht hier nicht um eine bloß abstrakte Gefahr, sondern um eine, über die sich Sicherheitsbehörden in Schweigen hüllen, aus Sicherheitsgründen versteht sich. Kernkraftwerke und Krieg bedeuten ein zusätzliches Strahlungsrisiko. Das ist bei Planungen für den Energiemix zu bedenken. Ob Alternativenergien allein an Strom liefern, was gebraucht wird, sei dahingestellt. Aber zu einer ehrlichen Abwägung gehören auch Risiken, wie sie nun einmal nur KKW eigen sind. Mit der Plünderung des Planeten wird es immer wieder auch zu Kämpfen um ressourcenreiche Staaten kommen. Damit ist zu rechnen. (VK)