Zivilisierte Länder müßten auf den Bevölkerungsdruck reagieren

Der Historiker und Soziologe Rolf Peter Sieferle (1949-2016) schreibt in seinem letzten Buch von der zu hohen Bevölkerungszahl weltweit, die dabei sei auf 11 bis 12 Milliarden zu wachsen. Nachhaltig wären vielleicht 3 Milliarden. In den zivilisierten Ländern wachse die Bevölkerung von sich aus zwar nicht mehr, sie gerieten aber unter Zuwanderungsdruck. Diesem Druck nicht nachzugeben, darauf komme es an. Ein ökologisch nachteiliger Effekt würde eintreten, sowohl für die Zuwanderungsländer selbst als auch absolut. Der ökologische Fußabdruck würde durch Wanderungsbewegungen wachsen und in den Zeilländern sich besonders auswirken. „Auch unter dem Aspekt der ökologischen Nachhaltigkeit ist die weitere Auffüllung ohnehin schon dichtbevölkerter Gebiete mit Immigranten ein sinnloser Akt.“ Sieferle sieht durch Masseneinwanderung soziale Konflikte aufziehen, sobald der Sozialstaat ihnen nicht mehr eine Versorgung garantieren könne. Und Massenzuwanderung und Sozialstaatlichkeit schließen einander aus. Der „Untergang Europas“* sei durchaus möglich. Sieferle bestätigt damit in der Sache Herbert Gruhl, der sich zuletzt in „Himmelfahrt ins Nichts“ (1993) sehr eingehend ähnlich äußerte.

  • Rolf-Peter Sieferle: Das Migrationsproblem. Über die Unvereinbarkeit von Sozialstaat und Masseneinwanderung. 2017, hier S. 41.

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