Bewahren nicht plündern

Jahrestagung der Herbert-Gruhl-Gesellschaft mit Preisverleihung an den ehemaligen Präsidenten des Umweltbundesamtes Andreas Troge

Die nach einem der großen Umweltschutzpioniere benannte Herbert-Gruhl-Gesellschaft tagte am Wochenende vom 9. bis 11. September in Jena zum Thema „Bewahren, nicht plündern! Zwischen Anspruch und Wirklichkeit“. In diesem Rahmen erhielt zunächst der von 1995 bis 2009 amtierende Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, den alle zwei Jahre zu vergebenden Herbert-Gruhl-Preis.

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Grünes Theater

Das Theater Freiburg hatte sich der Geschichte der Grünen angenommen. Die Inszenierung hieß: „Die Grünen. Eine Erfolgsgeschichte“. Die Kritik eilte dem Theaterstück voraus. Denn nach der Theateraufführung sollte in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung auch noch jeweils eine Diskussion mit einem Grünenpolitiker stattfinden. Die Interpretationshoheit auch noch den Grünen in die Hände legen, ging der CDU Freiburg etwas weit und kritisierte dies. Die letzte Vorführung des Stückes war am 13. Juli 2011 – diesmal mit einer über Petra Kelly arbeitenden Wissenschaftlerin im Mittelpunkt der anschließenden Diskussionsrunde.

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Viel Glück im Jahr 2011

Viel Glück im Jahr 2011Die Bilanz für 2010 „sieht schrecklich“ aus, so daß die „Krise ins Auge schauen muß und das Auge in die Krise“. Das meint Dr. Dietmar Moews, ein nicht ganz humorloser Vertreter der Piratenpartei, die sich bei der Landtagswahl in NRW vom Mai 2010 mit 1,6 Prozent zumindest an der Spitze der “sonstigen” Parteien behauptete. In der betreffenden Videobotschaft, die symbolträchtig vor, nicht im Reichstag aufgenommen wurde, heißt es weiter: die Klimaschutzkonferenzen 2010 hätten immerhin erbracht, daß miteinander gesprochen und untereinander kein Krieg erklärt wurde. „Mehr war mit Argumenten nicht zu erreichen“, erfährt der geneigte Hörer.

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Zwischen Ideengeschichte und Euro

Zwischen Ideengeschichte und EuroEin Tagungsbericht

Die Herbert-Gruhl-Gesellschaft e.V. und die Stiftung für Ökologie und Demokratie veranstalteten am Wochenende des 5. bis 7. Novembers 2010 in Wertheim eine Herbsttagung zum Thema „Die EU nach Lissabon – Perspektiven mit Zukunft?“. Die zentrale Lage und das Ambiente waren für die Wahl des Tagungsortes an der Tauber ausschlaggebend. Einführend wurde von Volker Kempf, dem Vorsitzenden der nach dem Autor von „Ein Planet wird geplündert“ (1975) benannten Gesellschaft, die Weitsichtigkeit der Kritik Gruhls an der EU-Politik aus den 1970er und frühen 1990er Jahren deutlich gemacht. Gruhl habe seinerzeit noch mit Blick auf den Maastricht-Vertrag erklärt, daß die einseitig ökonomische Orientierung eine Vielzahl von Problemen aufwerfe. Da werde, so Gruhl im Wortlaut, die „Abschaffung unserer verfassungsmäßigen Ordnung“ betrieben und nach dem Souverän, also der demokratischen Legitimation nicht gefragt. Die Einführung einer Europawährung habe Gruhl angesichts der Unterschiedlichkeit der Mitgliedsstaaten in haushaltspolitischer Hinsicht als abwegig bemängelt. Von Umweltvorsorge sei erst gar nicht die Rede gewesen, eine starke Zunahme des Verkehrs durch den Binnenmarkt stillschweigend hingenommen worden.

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10 Jahre HGG

Jubiläumsrede, gehalten im Januar 2010 in Hannover

Volker Kempf

10 Jahre Herbert-Gruhl-Gesellschaft sind Anlaß, zunächst zurückzublicken, aber auch eine inhaltliche Ortsbestimmung zu versuchen.

Ein Rückblick muß zunächst auf das Jahr 1998 zurückverweisen. Hier hatte ich die Gelegenheit, in dem von Udo E. Simonis und Ernst U. von Weizsäcker herausgegebenen „Jahrbuch Ökologie. 1999“ die Abhandlung „Gruhls Rache oder Über die Wiederkehr des Verdrängten“ zu veröffentlichen. Wenig später stellte ich den Aufsatz in einem Gastvortrag bei den Unabhängigen Ökologen Deutschlands (UÖD) vor.

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Nach der Wahl in NRW die richtigen Fragen stellen

Da sehe ich eine Aufgabe von Intellektuellen und Journalisten: die Dinge anzusprechen, über die geschwiegen wird.” (André Glucksmann, frz. Philosoph)

Bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen vom 9. Mai 2010 sank die Wahlbeteiligung von 63,0 auf 59,3 Prozent gegenüber dem Wert in 2005. Aber nicht nur der Anteil der Nichtwähler ist gestiegen, sondern auch der der Ungültigwähler von 1,1 auf 1,4 Prozent. Was ebenfalls zunahm, waren die Stimmenanteile für die „sonstigen“ Parteien; sie stiegen von 2,4 auf 6,5 Prozent. Unter einer „sonstigen“ Partei oder Kleinstpartei soll hier eine Partei verstanden werden, die nicht im Bundestag und auch nicht in mehreren Landtagen vertreten ist.

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Der Titel ist „HGG unterzeichnet internationales Statement“

Der   wurde 2009 von Optimum Population Trust (UK) initiiert, deren Schirmherrin mit der Primatenforscherin Jane Goodall weltweit bekannt ist. Als Erstunterzeichner folgten Population Institute of Canada, Population Institute (USA), Sustainable Population Australia. 2010 kommt für Deutschland die Herbert-Gruhl-Gesellschaft e.V. (gem. HGG-Vorstandsbeschluß vom März) als Erstunterzeichnerin hinzu. Nachstehend die deutsche Übersetzung:

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Öko-Balance zwischen Kunst und Wissenschaft

Zu: Markus Zimmermann-Scheifele: Öko-Balance. Ein Gedichtband gewürzt mit Humor und Cartoons. Bad Schussenried: Gerhard Hess Verlag, 2009, 90 Seiten, 9,90 Euro (ISBN 978-3-87336-917-7)

Wenn es um die wechselseitigen Einflüsse von Bevölkerungsdichte und zivilisatorischen Ansprüchen und technischen Standards auf die ökologischen Systeme geht, wird oft eine Komponente allein nur betrachtet. Vor allem die Bevölkerungsentwicklung bleibt dabei zur Erfassung ökologischer Fragestellungen meist auf der Strecke. Das gilt selbst für Umweltpolitiker. Also hat Markus Zimmermann-Scheifele ein Buch für Schüler, Philosophen, sozial Engagierte, kritische Menschen, Ökonomen, Wissenschaftler, aber auch Humoristen geschrieben, wie es auf dem Einband seines Gedichtbandes “Öko-Balance” geschrieben steht. Das liest sich dann beispielsweise wie folgt:

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