10 Jahre HGG

Jubiläumsrede, gehalten im Januar 2010 in Hannover

Volker Kempf

10 Jahre Herbert-Gruhl-Gesellschaft sind Anlaß, zunächst zurückzublicken, aber auch eine inhaltliche Ortsbestimmung zu versuchen.

Ein Rückblick muß zunächst auf das Jahr 1998 zurückverweisen. Hier hatte ich die Gelegenheit, in dem von Udo E. Simonis und Ernst U. von Weizsäcker herausgegebenen „Jahrbuch Ökologie. 1999“ die Abhandlung „Gruhls Rache oder Über die Wiederkehr des Verdrängten“ zu veröffentlichen. Wenig später stellte ich den Aufsatz in einem Gastvortrag bei den Unabhängigen Ökologen Deutschlands (UÖD) vor.

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Nach der Wahl in NRW die richtigen Fragen stellen

Da sehe ich eine Aufgabe von Intellektuellen und Journalisten: die Dinge anzusprechen, über die geschwiegen wird.” (André Glucksmann, frz. Philosoph)

Bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen vom 9. Mai 2010 sank die Wahlbeteiligung von 63,0 auf 59,3 Prozent gegenüber dem Wert in 2005. Aber nicht nur der Anteil der Nichtwähler ist gestiegen, sondern auch der der Ungültigwähler von 1,1 auf 1,4 Prozent. Was ebenfalls zunahm, waren die Stimmenanteile für die „sonstigen“ Parteien; sie stiegen von 2,4 auf 6,5 Prozent. Unter einer „sonstigen“ Partei oder Kleinstpartei soll hier eine Partei verstanden werden, die nicht im Bundestag und auch nicht in mehreren Landtagen vertreten ist.

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Der Titel ist „HGG unterzeichnet internationales Statement“

Der   wurde 2009 von Optimum Population Trust (UK) initiiert, deren Schirmherrin mit der Primatenforscherin Jane Goodall weltweit bekannt ist. Als Erstunterzeichner folgten Population Institute of Canada, Population Institute (USA), Sustainable Population Australia. 2010 kommt für Deutschland die Herbert-Gruhl-Gesellschaft e.V. (gem. HGG-Vorstandsbeschluß vom März) als Erstunterzeichnerin hinzu. Nachstehend die deutsche Übersetzung:

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Öko-Balance zwischen Kunst und Wissenschaft

Zu: Markus Zimmermann-Scheifele: Öko-Balance. Ein Gedichtband gewürzt mit Humor und Cartoons. Bad Schussenried: Gerhard Hess Verlag, 2009, 90 Seiten, 9,90 Euro (ISBN 978-3-87336-917-7)

Wenn es um die wechselseitigen Einflüsse von Bevölkerungsdichte und zivilisatorischen Ansprüchen und technischen Standards auf die ökologischen Systeme geht, wird oft eine Komponente allein nur betrachtet. Vor allem die Bevölkerungsentwicklung bleibt dabei zur Erfassung ökologischer Fragestellungen meist auf der Strecke. Das gilt selbst für Umweltpolitiker. Also hat Markus Zimmermann-Scheifele ein Buch für Schüler, Philosophen, sozial Engagierte, kritische Menschen, Ökonomen, Wissenschaftler, aber auch Humoristen geschrieben, wie es auf dem Einband seines Gedichtbandes “Öko-Balance” geschrieben steht. Das liest sich dann beispielsweise wie folgt:

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Fortschritte in die Katastrophe

Die Weltzivilisation nach dem Scheitern der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen

Die physikalische Grundlage der Klimaproblematik ist einfach zu verstehen: Es sind die Materialeigenschaften der klimawirksamen Spurengase. Nehmen wir das wichtigste, CO2: Es absorbiert die Wärmestrahlung – wie man im Labor schon im 19. Jahrhundert gemessen hat (Svante Arrhenius ) – und es läßt die kurzwelligere Strahlungsenergie der Sonne hindurch, so dass die Erde weniger Wärme in den Weltraum abstrahlt und auf diese Weise sich aufheizt, wenn die CO2-Konzentration in der Lufthülle zunimmt, die Strahlungsenergie der Sonne aber unverändert bleibt.

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