Der etwas andere Gründungsparteitag

Bild: James Rea Fotos (mit frdl. Genehmigung)
Bild: James Rea Fotos (mit frdl. Genehmigung)

1490 stimmberechtigte Mitglieder der Alternative für Deutschland (AfD) waren in Berlin am 14. April 2013 anwesend. Satzung, Wahlprogramm, Vorstandschaft, Schiedsgericht, alles an einem Tag gewählt und verabschiedet. Ökonomischer Sachverstand ist hier geballt vorhanden. Der wissenschaftliche Beirat der AfD  bestand bis dahin sogar ausschließlich aus Ökonomen.

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Eine Anleitung, die Ökologiefrage selbst zu durchdenken

Eine Anleitung, die Ökologiefrage selbst zu durchdenkenZu: Hararld Welzer, Selbst denken: Eine Anleitung zum Widerstand. Frankfurt a.M.: S. Fischer, 329 Seiten, 19,99 Euro.

Von einer Veranstaltung zum 40. Jahrestag der “Grenzen des Wachstums” in München im Herbst 2012 berichtete ein Vorstandsmitglied aus Bayern und findet seine Einschätzung in einem SZ-Interview mit Harald Welzer vom 2./3. März gut getroffen. Dennis Meadows hatte vor Klimaforschern erklärt, der Abzweig zur Nachhaltigkeit sei verpaßt worden, es könne nur noch um andere Szenarien gehen. Die Klimaforscher seien darauf nicht eingegangen, trugen ihre mitgebrachten Power-Point-Präsentationen vor und flogen wieder mit dem Flugzeug davon. Ein solcher Wissenschaftsdiskurs hat autistische Züge, keine Frage. Copyright: S. Fischer

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Den Totalitarismus erst offen vertreten, dann verbrämt

Den Totalitarismus erst offen vertreten, dann verbrämt 2Zum Medienlob auf den Maoisten-Führer und taz-Redakteur Christian Semler / Anmerkungen eines ehemaligen Mitkämpfers

Am 13. Februar 2013 verstarb der ehemalige Vorsitzende der maoistischen KPD und spätere taz-Redakteur Christian Semler im Alter von 74 Jahren. Semler war 1967/68 „eine Schlüsselfigur der Revolte“, führte 1970 bis 1980 die maoistische KPD an und wirkte später in den Redaktionsstuben der taz weiter. Die WELT beeilte sich, ihn einen „sehr angenehmen, anständigen Kollegen“ zu nennen, der SPIEGEL einen „weisen Mann, den klügsten Kopf der taz“, die Süddeutsche Zeitung „einen der liebenswürdigsten Kollegen und dabei gebildet wie keiner von uns“. Frankfurter Rundschau, FAZ und verschiedene Radiostationen schlossen sich dem Lob auf den ehemaligen KP-Chef an. Ein ehemaliger, aber längst nachdenklich gewordener Mitkämpfer in Semlers KPD kann sich da nur verwundert die Augen reiben.

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Ein Film mit Klartext

Alternativlos in die Katastrophe 2 _Aus gegebenem Anlaß

Wer nach 40 Jahren Anti-AKW-Bewegung und nach Angela Merkels Wende in der Atomfrage schläfrig geworden ist, der wird durch den von Holger Strohm produzierten Film „Friedlich in die Katastrophe“ wieder hell wach. Es ist ein Gesamtkunstwerk, das durch eine Fülle erdrückenden, aber großartigen Filmmaterials besticht. Die Auswahl der Experten, die im Film zu Wort kommen, obliegt der Künstlerfreiheit und kommt nicht von ungefähr. Es sind durchweg Wissenschaftler, die in ihrem Leben bewiesen haben, daß sie unbestechliche Köpfe sind und die Dinge kompromißlos beim Namen nennen. Strohm und dem jungen polnischen Regisseur Marcin El ist für diesen Film, der aufklärt und aufrüttelt, sehr zu danken.

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Regeneration – Zu einer theosophischen Begründung der Ökologie

„Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.“ Zweifellos wurde das berühmte Genesis-Zitat 1,28 „geradezu als Magna charta rücksichtsloser Naturbeherrschung und anthropozentrischen Hochmuts“ begriffen, wie Gerd-Klaus Kaltenbrunner 1976 feststellte.

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Von wachsenden Problemen nicht ablenken

Von wachsenden Problemen nicht ablenkenBetrachtet man die Medien der letzten Tage und fast schon Wochen, so war die alles bewegende Frage, was Rainer Brüderle (FDP) angeblich zu einer Journalistin über ihre hübschen Brüste schon vor einem Jahr gesagt haben mag. Auch Europa hatte schöne Brüste, wie vom Künstler Helmut Lutz in der Europastadt Breisach dargestellt (siehe Bild). Vielleicht ist das auch Sinnbild dafür, wie wichtige Angelegenheiten durch Ablenkung völlig aus dem Blick geraten können.

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Wachsende Energieprobleme

Wasserkraftwerk am Oberrhein (Bild privat)
Wasserkraftwerk am Oberrhein (Bild privat)

Die Energiekosten sind für die Privathaushalte seit dem Jahr 2000 deutlich gestiegen. Der Benzinpreis stieg um 63 Prozent. Das Heizöl wurde im selben Zeitraum sogar doppelt so teuer. Der Gaspreis stieg um über 50 Prozent. Und ein Ende der Preisspirale ist nicht in Sicht. Alternativen werden gesucht, kosten aber ihrerseits Geld.

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Die Tagung zum Film “Friedlich in die Katastrophe” (10/2012), Neuenburg a. Rh.

Alternativlos in die Katastrophe?

“Warnende StimAlternativlos in die Katastrophe 2 _men gegenüber der Nutzung der Atomkraft gibt es schon lange, deutlich vernehmbar von Holger Strohm und Herbert Gruhl schon in den 1970er Jahren. Die Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima folgten. Doch der Atomkraftnutzung wird international weiterhin eine Zukunft eingeräumt. Wird durch Katastrophen nicht genug gelernt? Gibt es überhaupt Alternativen zu einem selbstzerstörerischen Kurs des Menschen?” (Ankündigungstext)

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Wir amüsieren uns zu Tode

“Man soll nicht allein auf das achten, was einer sagt, sondern auch darauf, was er sich dabei denkt und warum er es sagt” (Cicero)

Das Medium Fernsehen ist vor allem für die Unterhaltung geeignet. Nachrichten selbst werden zur Unterhaltungsware oft zwischen den Werbeblöcken herabgewürdigt. Eine besondere Kunst ist es da, noch einen sehenswerten Film über ein ernstes Thema zu machen.

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