Konservatismus in der politischen Ökologie

Von Dr. Felix Dirsch

  1. Konservatismus und Ökologie – einige Grundlinien einer langen Verschwisterung

Wer über konservative Einflüsse in der politischen Ökologie des 20. Jahrhunderts oder zumindest in der zweiten Hälfte nachdenkt, wird bei seinen Reflexionen weit über diesen Zeitraum hinausgehen müssen. Über einen langen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten hinweg, mehr oder weniger deutlich, zeigt sich ein Bündnis zwischen denjenigen Kräften, die die Fortschrittsprozesse der Moderne kanalisieren und „entschleunigen“ möchten und denjenigen, die eine ganzheitliche Sicht vom Menschen haben, der in seine Umwelt eingegliedert ist und im ständigen Austausch mit Pflanzen, Tieren und der anorganischen Natur steht, dessen Organismus in Wechselbeziehung mit seiner engeren Umgebung steht.

Diese Interaktionen scheinen heute selbstverständlich, man kann sie als triviale Einsichten bezeichnen. Dem ist nicht immer so gewesen. Über weite Strecken der neuzeitlichen Geschichte müssen wenigstens größere Anteile der Bevölkerung die Natur als Bedrohung empfinden. Insofern verwundert es nicht, dass das Bacon’sche Projekt der Unterwerfung der Natur und die Aufforderung Descartes, die Menschen müssten „Herren und Meister der Natur“ werden, bis ins letzte Jahrhundert hin nachhaltige Resonanz finden. Das ist selbst zu einem Zeitpunkt noch der Fall, als man im 19. Jahrhundert bereits breit über inakzeptable Eingriffe des Menschen (vor allem durch die Industrialisierung) in den Naturhaushalt diskutiert. Schon zu diesem Zeitpunkt ist mit Händen zu greifen, dass das „Projekt der Moderne“, das Jürgen Habermas vor über zwei Jahrzehnten so emphatisch begrüßt, nicht ohne solche Instrumentalisierungen der Natur vor sich gehen kann.

Erstmals im größeren Stil wird zur Zeit der Romantik die Entfremdung des Menschen von der Natur thematisiert. Im frühen 19. Jahrhundert erschreckt das aufkommende Maschinenzeitalter konservative Geister wie den alternden Goethe, der nichts von der saint-simonistischen Mischung von Frühsozialismus, Technizismus und Naturunterwerfung hält. Insbesondere die Distanz der städtischen Zivilisation zur Natur stößt auf Bedenken. Während die Aufklärung noch die rationalistische „Entzauberung“ vorantreibt, streben die Romantiker in starkem Maße eine ganzheitliche Sicht der Dinge an, in der die Natur ihren Ort hat. Dem Organismus, der in der ökologischen Bewegung des 20. Jahrhunderts noch eine wichtige Rolle spielt, kommt eine starke Stellung zu, etwa im Werk von Adam Müller. Dieser kritisiert den allgegenwärtigen Markt, der bereits im frühen 19. Jahrhundert etliche destruktive Auswirkungen erkennen lässt und höchstens, so Müller, einen „bewaffneten Frieden mit der Natur“ ermöglicht. Der frühe Kapitalismuskritiker entwickelte ein Paradigma, auf das ab diesem Zeitpunkt immer wieder zurückgegriffen wird. Die kapitalistische Ausbeutung ist demnach verantwortlich für die Ausbeutung der Natur! Mit Müller hat sich einer der „Fortschrittsfeinde“ (Rolf Peter Sieferle) in diesem Sinn geäußert. Prominenter hingegen sind Stimmen im Verlauf des gleichen Jahrhunderts, die ebenfalls die in der Ökonomie begründete Entfremdung anprangern, vornehmlich Karl Marx und seine Mitstreiter. Doch Marx gehört – ungeachtet einiger konservativen Vorstellungen in seinen jüngeren Jahren – freilich in die Tradition einer progressiven Perspektive von der linearen Abfolge des neuzeitlichen Geschichtsprozesses, an dessen Anfang wie erwähnt Bacon und Descartes stehen. Es entwickelt sich eine – wenn auch eher kurzzeitige – Allianz von Konterrevolution, Kapitalismuskritik und Naturverbundenheit.

Es soll hier aber kein bloßes Lob auf die Romantik gesungen werden. Die Aufklärung, die in vielerlei Hinsicht in der Tradition Bacons und Descartes‘ steht, begründet immerhin erste Konzepte zum Artenschutz und präsentiert Entwürfe zum „Haushalt der Natur“ (oeconomia naturalis oder divina). So rückt einerseits die Ästhetik der Natur in den Vordergrund mancher Debatten, die Tierwelt wird im Naturhaushalt großgeschrieben, beispielsweise der Vogelschutz. Andererseits machen sich auch mechanistische Vorstellungen bemerkbar.

Zwar gibt es das gesamte 19. Jahrhundert über, das im Zeichen der Industrialisierung steht, einzelne, warnende Meinungen vor den negativen Folgen der immer umfassenderen Maschinen- und Fabrikwelt. Während jedoch die Zeit von etwa 1850 bis 1880/90 in toto als Phase eines allgemeinen Fortschrittsbewusstseins gilt, setzt in den 1880er Jahre eine Wende ein. Einer der führenden Vertreter einer neuen Stimmungslage, Julius Langbehn, der „Rembrandtdeutsche“ tritt zu dieser Zeit auf. Im Zug einer weitreichenden Zivilisationsskepsis – Zivilisation gilt als Synonym für Dekadenz! – sehen breitere Schichten der Bevölkerung Natur und Landschaft mit neuen Augen. Langbehn ist nicht der erste, aber einer der bekanntesten Kritiker des modernen Technikwesens, und er stellt eine Bilanz der Vorzüge und der Nachteile der Technik auf.

Während Langbehn den Makrokosmos der Zivilisationskritik beleuchtet, betrachten kleinere, aber immer noch bedeutende Geister ausgewählte Detailbereiche, darunter den Landschafts- und Naturschutz. In diesem Kontext erscheint 1880 ein Aufsatz, den der Musiker Ernst Rudorff verfasst, mit folgendem Titel: „Über das Verhältnis des modernen Lebens zur Natur“. Dieser Beitrag macht auf die Unsitte aufmerksam, in naturgewachsene Zusammenhänge einzugreifen, um dem ästhetischen Bedürfnis vieler Menschen nachzukommen.

Rudorff bleibt noch lange als Pionier der Heimatschutzbewegung in Erinnerung. Er veröffentlicht unter anderem eine viel gelesene Broschüre mit dem Titel „Heimatschutz“. Ein Grund für diese Publikation ist die schleichende Veränderung der Landschaften wie der städtischen Atmosphäre. Die konservative Ausrichtung der Argumentation wird auch dadurch deutlich, dass der Autor vor der Entvölkerung der ländlichen Gegenden warnt, die viele Menschen verlieren, welche in die Städte strömen. Stadt und Land werden gemäß der Ansicht Rudorffs immer häßlicher. Dass die von ihm angestoßene Heimatschutzbewegung mit ihren konservativen Anliegen noch lange im historischen Gedächtnis präsent ist, zeigt die Tatsache, dass noch in den 1960er Jahren die sich damals rundherum progressiv gebende Linke Umweltschützer meist als „Heimattümmler“ abtut.

Eine jüngere Generation tritt im frühen 20. Jahrhundert das Erbe Rudorffs an, darunter der Architekturtheoretiker Paul Schultze-Naumburg. Er sieht in der Entwicklung der Moderne ein grundsätzliches „Verhässlichungsprogramm“ am Werk, das sich besonders in der Verschandelung der Landschaft zeige. Der Bund Heimatschutz organisiert zahlreiche Aktionen, etwa gegen die Zerstörungen von Stromschnellen am Rhein. Freilich darf auch nicht übersehen werden, dass einzelne organisierte Konservative gegen derartige Projekte Einwände vorbringen, die primär wirtschaftliche Hintergründe offenbaren. Bewahrung kostet Geld; und einzelne Konservative führen Sachzwänge der Moderne – zeitgemäß ausgedrückt – ins Feld, um übertriebenen Konservierungsunternehmungen einen Riegel vorzuschieben. In solchen Aporien sieht ein bedeutender Kenner der Geschichte des Konservatismus, der vor Jahren verstorbene Politologe Martin Greiffenhagen, eines der Dilemmata des Konservatismus. Man kann diese sogar im Nationalsozialismus erkennen. Etlicher Anhänger der Heimatschutzbewegung – das trifft auch auf das NS-Mitglied Schultze-Naumburg zu – schenken bestimmten antimodernen Phrasen der NS-Propaganda wenigstens in der Anfangszeit des Dritten Reiches Glauben. Die Enttäuschung ist vorprogrammiert. In der politischen Praxis forcieren Hitler und seine Gefolgsleute bald nach der Machtergreifung Technisierung und Industrialisierung, um möglichst bald ihre Kriegspläne zu realisieren, die ohne modernste militärische und zivile Ausrüstung nicht zu verwirklichen sind.

Vor dem oben kurz skizzierten Hintergrund, dass die politische Linke das „Projekt der Moderne“ fast vorbehaltlos unterstützt, das die Unterwerfung der Natur nicht nur einschließt, sondern sogar voraussetzt, verwundert die Kritik mancher konservativer Schriftsteller und Literaten an dieser Richtung nicht. Hier lässt sich eine imposante Traditionslinie im 20. Jahrhundert feststellen: Sie führt von Ludwig Klages über Friedrich Georg Jünger und Martin Heidegger bis zu Günter Rohrmoser und Robert Spaemann. Diese Vertreter gehören zwar nicht im engeren Sinn zu den Protagonisten der „politischen Ökologie“ (außer die Jüngeren, etwa Spaemann), haben aber konservative Aktivisten aus den Reihen der politischen Ökologie durchaus inspiriert, die sich jedoch erst in den 1970er und 1980er Jahren konstituiert.

In den frühen Jahren nach Kriegsende stehen, wie bekannt, andere Unternehmungen im Vordergrund. Der Wunsch nach Wirtschaftswachstum überlagert alles andere. Die früher durchaus einflussreichen Wandervögel, Heimat- und Naturschützer, Konsum- und Vermassungskritiker und dergleichen müssen vor diesen Vorzeichen notwendigerweise verstummen. Fast vollständig enden mit dem Bruch von 1945 und der kompletten Neuorientierungen danach viele Traditionslinien, die im Nachhinein mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht werden, obwohl es nur partielle Überschneidungen gibt: Gemeint sind konservative Zivilisationskritik, Agrarromantik, (spät-)romantische Architektur- und Stadtkritik und einige andere, damit verwandte Strömungen. Allesamt gelten sie nunmehr als diskreditiert. Im Zug des Wirtschaftswachstums der 1950er Jahre rezipiert man einige skeptische Stimmen wenn überhaupt, dann als Miesmacherei. Die Kernkraft, um ein Beispiel zu erwähnen, ist lange unumstritten und von allen politischen Kräften unterstützt.

Die Kinder des Wirtschaftswunders – oder besser gesagt: die lärmende Speerspitze davon – revanchieren sich für ihre verbesserten Lebenschancen nicht selten durch Undankbarkeit. Der Kulturpessimismus muss, da die politische Rechte durch ihr zeitweiliges Bündnis mit den Nationalsozialisten allgemein als kompromittiert empfunden wird, diesmal von links kommen. In den 1960er Jahren bleibt die ökologische Frage der Linken mehrheitlich noch fremd. Viele Barrikadenkämpfe aus dieser Zeit und dem folgenden Jahrzehnt haben das später unumwunden zugegeben, beispielsweise der nachmalige Außenminister Joseph Fischer. Bis in die späten 1970er Jahre kann man noch alte Frontstellungen beobachten. Die Veränderungen im Rechts-Links-Verhältnis bezüglich der Umweltfrage kündigen sich aber an. Rolf Peter Sieferle, der vor knapp drei Jahrzehnten eine grundlegende Monographie über die „Fortschrittsfeinde“ vorgelegt hat, spricht vom „Umkippen des Fortschrittsparadigmas“. Gewichtigen Teilen zuerst der intellektuellen Schichten, später der Gesamtbevölkerung wird ein Grundsatz bewusst, der eigentlich zutiefst konservativ ist, gut 20 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus aber in linkem Gewande vorgetragen worden ist: nämlich die Einsicht, dass ab einem bestimmten Stadium von Fortschritt und Zivilisation die Nebenfolgen technischen und kulturellen Wandels mehr Nachteile als Vorteile mit sich bringen. Einfacher ausgedrückt: Manche erachten es als plausibel, dass der hochgepriesene Fortschritt zum Rückschritt wird.

Man kann feststellen: Ab den 1950er Jahren gesellt sich zur traditionell konservativ-ökologisch Kritik am Fortschritt, die in der Zeit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem von Heidegger formuliert wird, eine linke. Die Frankfurter Schule profiliert sich auf diesem Feld, vor allem Max Horkheimer, der mit der „instrumentellen Vernunft“ abrechnet. Trotz dieses Perspektivenwechsels auf Seiten der politischen Linken bleibt das ökologische Denken auch in der Generation nach Heidegger ein Markenzeichen herausragender konservativer Denker. Erwähnt worden sind bereits die beiden exzeptionellen Gelehrten Günter Rohrmoser und Robert Spaemann.

 

  1. Die Organologie als Prinzip konservativen Denkens: Staat als Pflanze

Dass konservatives Denken dem ökologischen traditionell nähersteht als das ihrer Gegner, hängt nicht nur mit den Einwänden gegen das Prinzip „Herren und Meister der Natur“ zusammen; vielmehr liegen auch inhaltliche Gründe vor. Eine der wichtigsten ist das organische oder organizistische Denken, während die Linke fast ausschließlich dem mechanistisch-sozialen und rationalistischen Denken huldigt. Das organizistische Denken lässt wesentliche Wurzeln im 18. Jahrhundert erkennen, etwa bei Kant oder Möser. Die Romantik bringt eine Hochzeit solcher Argumentationsmuster. Man studiere in diesem Kontext lediglich die Schriften von Adam Müller. Zu den gängigen Repertoires des Organizismus gehört folgendes, charakteristisches Beispiel: Das Ganze, das „Haus“, ist mehr als die Summe seiner Teile und die Teile stehen im Dienst des Ganzen, gleichwie die Organe des Körpers in dessen Dienst stehen und allein funktionslos sind. Umstritten ist freilich, ob eine Analogie zum Staat möglich ist. Jeder kennt die Redeweise vom Staatsoberhaupt. Ironiker wie Niklas Luhmann, die diese Sichtweise als überholt betrachten, wenden ein, um diese Perspektive in ihrer Absurdität aufzuzeigen: Wenn es ein Haupt im Staat gibt, welche Aufgabe haben dann Hände und Füße? Die moderne Sozialwissenschaft kommt hier fast unisono zu einem Resultat, das bereits im 19. Jahrhundert gelegentlich konstatiert wird: Der organischen Staatstheorie ist keine Zukunft beschieden, woran auch der Siegeszug des Darwinismus nichts ändert.

So sehr die modernen Sozialwissenschaften eine solche Sicht auch für obsolet halten, für die konservative Tradition zumindest in der Vergangenheit sind derartige Schlüsse stets konsensfähig. Dabei ist die organizistische Redeweise facettenreich. Sie geht über in die biomorphe. Demnach ringen Staaten um den Platz an der Sonne. Diese biomorphe Auffassung leistet Modellhilfe. Teilweise sind bestimmte Topoi von der nationalsozialistischen Propaganda missbraucht worden und schon von daher heute inakzeptabel. Als ein Beispiel sei der „Nährstand“ genannt. Es wäre aber falsch, zu vergessen, dass in wohlbestimmter Hinsicht und im richtigen Kontext solchen Konnotationen durchaus Sinn zukommt. Es soll aber nicht geleugnet werden, dass es auch unabhängig von Missbrauchsmöglichkeiten abstruse Exempel für organizistisches Denken gibt. Anzuführen für einen derartigen Irrweg ist etwa Jakob von Uexkülls „Staatsbiologie“. Der Untertitel dieses Buches lautet: „Anatomie – Physiologie – Pathologie“. Quintessenziell für diese Sichtweise des Autors, der eine maßgebliche Funktion im modernen umweltpolitischen Diskurs einnimmt, ist der Erklärungsversuch einer angeblichen oder tatsächlichen Pathologie des Staates, nicht zuletzt mittels der Wucherung mancher Teile auf Kosten von anderen. Solche Überspitzungen können grundsätzlich aber nicht überraschen, entstammt doch die wissenschaftliche Disziplin Ökologie einem bestimmten Zweig der Biologie, nämlich der Pflanzengeografie.

Auch wenn es sich bei Entwürfen wie demjenigen von Uexküll um eine extreme Analogie handelt, die nicht fortgeführt wird, zeichnet sich konservatives Denken in nicht geringem Maße durch den Rekurs auf Wachsen und Wachsenlassen im Gegensatz zum Plündern und Machen aus. Schon früh rückt die Kritik des Machens im Sinne des planerischen Verfertigens eines Kunstproduktes in den Fokus instinktiver Ablehnung auf konservativer Seite. Ingenieurhaft-reißbrettartige Konzeptionen in der Politik sind zu nennen, ebenso die systematisch-technischen und destruktiven Wachstumsimperative, die Herbert Gruhl in den 1970er Jahren medienwirksam anprangert.

 

III. Konservative Einflüsse in der politischen Ökologie

Die weitgehende Ausblendung älterer Traditionen der Ökologie aus der Zeit vor 1945, die Ludwig Trepl einst als „konservative Naturwissenschaft“ charakterisiert, ist maßgeblich für den eigenartig geschichts- und philosophielosen Hintergrund der ökologischen Bewegung verantwortlich. Wenn überhaupt Anknüpfungspunkte wichtiger Vertreter der ökologischen Bewegung an die Zeit vor den 1970er Jahren gesucht werden, so greift man auf Protagonisten oder vermeintliche Protagonisten der Linken zurück, etwa auf Ernst Bloch und Jean-Jacques Rousseau. Ihr Einfluss ist aber entweder sehr gering (wie der Blochs) oder nur sehr allgemein (wie Rousseaus Forderung nach einem Zurück zur Natur!). So ist einem Urteil des Philosophen Michael Großheim zuzustimmen, der konstatiert: „Doch existiert ein solches Traditionsbewusstsein [gemeint ist die konservative Traditionslinie von der Romantik bis zu Heidegger und Jünger] nicht, und auch von einem konservativen Selbstverständnis ist bei den modernen Ökologen nicht viel zu spüren“. Weil es nur linkes Selbstverständnis beim Hauptstrom gibt – das ist natürlich auch vor drei oder vier Jahrzehnten nicht anders! – darf es auch keine anderen Traditionslinien geben. Ein Antipode zu dieser Richtung hat sich erst dieser Tage in der rechtskonservativen Zeitschrift „Sezession“ zu Wort gemeldet, der Kunst- und Architekturhistoriker Norbert Borrmann. Er publiziert einen kurzen Essay mit dem apodiktischen Titel „Ökologie ist rechts“. So ehrlich und gerade heraus sagen es freilich nur die wenigsten!

Wie sehr ältere Traditionen in die augenblickliche ökologische Debatte – man braucht gar nicht an die Hochzeit der ökologischen Konjunktur vor drei Jahrzehnten zu denken – hineinragen, sei nur an zwei Beispielen erwähnt. Die neue Bedeutung der Biologie, hervorgerufen vor allem durch die besondere Relevanz der Gentechnologie, erinnert an deren Aufschwung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Schlepptau des Sozialdarwinismus. Noch auf eine zweite Renaissance ist hinzuweisen: Der frühere Papst Benedikt XVI. verweist in seiner Bundestagsrede im Spätsommer 2011 auf den zentralen Stellenwert des Naturrechts im menschlichen Zusammenleben. Der Titel der Rede lautet: „Die Ökologie des Menschen“. Das ehemalige Oberhaupt der katholischen Kirche macht – mit humorvollem Unterton – darauf aufmerksam, dass er seine ökologischen Vorstellungen nicht als Werbung für die „Grünen“, obwohl er sie nicht namentlich nennt, verstanden wissen will.

Wenn man feststellt, dass die Anteile genuin konservativen Denkens an dem vielfältigen Phänomen „politische Ökologie“ zumeist unterbewertet werden, so hängt das nicht nur mit der Perhorreszierung der kulturpessimistisch-zivilisationskritischen Vorläufer der Ökologiebewegung nach 1945 zusammen; vielmehr hat besonders eine Richtung innerhalb des Konservatismus – ob direkt oder indirekt – versucht, diese Verbindungen als überholt aussehen zu lassen. Gemeint ist die Strömung des technokratischen Konservatismus. Denker wie Arnold Gehlen, Hans Freyer, Ernst Forsthoff und Helmut Schelsky wollen mit den Traditionen des Konservatismus brechen – nicht zuletzt, weil sie die jüngste Vergangenheit nicht unbelastet überstanden haben –, und propagieren deshalb eine Versöhnung des Konservatismus mit modernen Sachzwängen. Das ist freilich nicht ganz so neu, wie sie glauben, lässt sich doch das facettenreiche Phänomen der Konservativen Revolution von ähnlichen Motiven her erklären, und die genannten Autoren haben diese Periode zwischen den Weltkrieg in jüngeren Erwachsenenjahren erlebt. Freilich gibt es auch innerhalb der Konservativen Revolution durchaus Einfallstore für ökologisches Gedankengut, etwa bei Ernst Jünger. Die Gründer der „Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher“ pflegen dieses heute als zweifelhaft empfundene Erbe. Zu nennen ist besonders August Haußleiter. 1980 löst sich die einstige „Opposition der nationalen Mitte“ zugunsten der „Grünen“ auf, die freilich mit diesem Vorläufer nicht das Geringste zu tun haben wollen.

Immerhin bleibt das konservative Erbe in der Frühzeit der politischen Ökologie präsent, wenn auch eher als negative Folie und ständige Gefahrenquelle. So wird schon in den frühen 1980er Jahren herausgearbeitet, dass Autoren wie Lewis Mumford, Ivan Illich, Carl Amery und Rudolf Bahro auf die schon bei Oswald Spengler vorgezeichnete Figur der methodologischen Entgegensetzung von Leben und Tod rekurrieren. Wissenschaftliches Wissen wird auf diese Weise entwertet. Mumford stelle die Maschine als Ablösung vom Gesamtorganismus heraus und ordnet sie in die Kategorie des „Anti-Lebens“ ein. Es handelt sich bei dieser Sichtweise um den Versuch, das gestörte Verhältnis des Menschen zur Maschine zu bezeichnen. Leben und Organismus gehen in dieser Sicht zusammen gegen die seelenlose Industrie- und Maschinengesellschaft. Zwar konzediert ein kritischer Autor wie Thomas Kluge, dass die Intentionen Mumfords sich stark von denjenigen Spenglers unterscheiden. Jedoch betont er auch die Parallelen. Geringe Neuakzentuierungen Mumfords könnten die gleichen dramatischen Konsequenzen haben, wie sie einst bei Spengler auftauchen. Selbst ein meist für links gehaltener Autor wie Erich Fromm erklärt den Lebensbegriff zur höchsten Wahrheit. Dass eine solche Situation zu alarmistisch gefärbten Warnungen geführt hat, bedarf kaum eines Hinweises. Erfreulich sind die besonnenen Stimmen im Rahmen der Debatte vor dreißig Jahren. Sie bestehen darauf, dass nicht alle Traditionen, die vom Faschismus desavouiert sind, in allen Kontexten schlecht sein müssen. Das wird besonders in einem Beitrag von Otto Ullrich hervorgehoben. Er zitiert Günter Rohrmoser mit folgenden Worten: „Der Konservativismus scheint mir wieder auf der Tagesordnung der Geschichte zu sein. Die ökologische Linke selber ist dafür der eindrucksvollste Beweis. Die Grünen und Alternativen sind keine Faschisten und keine Kommunisten. Sie sind von ihrem Antrieb her Konservative, die es auf der Suche nach ihrer Identität so schwer haben, weil es so wenige bewusste, gebildete Konservative gibt“.

Nach einigen ausführlicheren Vorbemerkungen komme ich nunmehr zum Hauptteil meiner Betrachtungen. Von der „politischen“ Ökologie im engeren Sinn kann man erst seit den 1960er Jahren sprechen, wenn nicht später. Warum? Erst ab diesem Zeitpunkt wird allgemein akzeptiert, dass Ökologie eine zentrale Angelegenheit des politischen Systems darstellt. Sie ist somit mehr als bloße Umweltschutzpolitik.

Einer der bekanntesten Autoren, die den lange stigmatisierten Konservatismus-Begriff im Kontext der Ökologiedebatte in einem positiven Sinn verwenden, ist der SPD-Politiker Erhard Eppler. Seine Differenzierung zwischen wert- und strukturkonservativem Denken ist bis heute öfters zitiert. Eppler gesteht damit ein, dass ein Bezug existiert zwischen grün-alternativer Wahlbewegung und traditionellem konservativen Lager. Dass der Ausdruck „strukturkonservativ“ abwertend gebraucht wird, bedarf kaum eines Hinweises. Eppler spielt auf die Tendenz der Vertreter des kapitalistischen Systems an, dieses ohne Rücksicht auf Verluste zu bewahren. Doch auch seine Rede vom entgegengesetzten Wertkonservatismus ist nicht ohne Probleme. Dieser Komplex umfasst seiner Meinung auch den Natur- und Heimatschutz, lädt ihn aber mit dem umstürzlerischen Gedankengut von „1968“ auf. Hier zeigt sich die Differenz zu Gruhl. Letzterer wird, so Volker Kempf, ein „rechter Wertkonservativer“ sein, Eppler erklärt sich hingegen zum „linken Wertkonservativen“. Eine Rolle in dieser Kontroverse spielt auch der in der Öffentlichkeit eher selten verwendete Begriff „naturkonservativ“.

Konkret wird der konservative Einfluss in der „politischen Ökologie“ vor allem in der Ökologisch-Demokratischen Partei. Im Rahmen dieses Vortrages soll es aber nicht primär darum gehen, die konservativen Hintergründe in der erst jungen Geschichte dieser Gruppierung nachzuzeichnen; vielmehr sind einige konservative Einwirkungen aus den Bereichen Wissenschaft und Philosophie kurz anzusprechen. Ein Gelehrter, der zwar nie Mitglied der ÖDP gewesen ist, aber immer in deren Nähe eingeordnet wird, ist der österreichische Verhaltensforscher Konrad Lorenz. Der Publizist Jan Peters sieht Lorenz (und übrigens auch den bekannten Tierforscher Bernhard Grzimek) sogar als Spitzenkandidaten der Grünen Aktion Zukunft. Diese Darstellung ist nicht zutreffend, zeigt aber doch eine bestimmte Einordnung, die zweifellos grundsätzlich zustimmungsfähig ist. Angesichts der nicht ganz unbekannten Vergangenheit des Nobelpreisträgers ist es wenig erstaunlich, dass die „Antifa“ die diffamierende Bezeichnung „Ökofaschist“ mit einem kleinen Körnchen Wahrheit verbreiten kann. Einige Äußerungen Lorenz‘ auch nach 1945 sind wohl nicht ganz unproblematisch. Unabhängig davon ist unstrittig, dass sein Engagement innerhalb der ökologischen Bewegung in den 1970er Jahren dieser, noch im Vorfeld der Gründung der „Grünen“, einen konservativen Grundzug verliehen hat. Es machte einen eigenen Vortrag nötig, den Ökologen Lorenz näher zu akzentuieren. Hier nur ein Beispiel: Lorenz hat immer die Anpassung von Organismen an die Umwelt im Auge behalten und untersucht – und das in unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen wie der Medizin, der Biologie und der Zoologie. In seinem Bestseller „Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit“ thematisiert er die Umweltzerstörungen und die Ambivalenzen des technischen Fortschritts. Öfters ist er schon in die Tradition konservativer Kulturkritik eingeordnet worden.

Aber auch andere prominente Konservative wie Joachim Illies, Christa Meves und Franz Alt unterstützen die ÖDP. Allerdings sind sie niemals Mitglieder. Die drei prominenten Buchautoren, von denen Illies früh verstorben ist, verbindet ein Grundgedanke: die Sicht der Natur als göttliche Schöpfung. Kritik ruft Illies‘ Unterzeichnung des „Heidelberger Manifests“ hervor, das angeblich eine ausländerfeindliche Grundlinie implizieren soll.

Im ÖDP-Umfeld wirkt die ursprünglich protestantische, später katholische Publizistin Christa Meves. Bekannt wird sie durch ihre vielen Beiträge zur Bildungs- und Familienpolitik, aber auch in anderen Bereichen wie der Psychologie und Pädagogik. Erwähnenswert ist ihr Eintreten für den Schutz des ungeborenen Lebens. Weil sie Kontakte zu rechtskonservativen Gelehrten wie Bernhard Willms und Helmut Diwald pflegt, gerät sie ebenfalls ins Fadenkreuz linksextremistischer Denunzianten.

Auf den Feldern Lebensschutz und Ökologie engagiert sich auch Franz Alt. Der Journalist macht sich in den 1980er Jahren als Bestseller-Autor einen Namen. Titel wie „Friede ist möglich“ und „Liebe ist möglich“ erreichen ein Massenpublikum. Aufrüstung und Abtreibung stehen für ihn im strikten Gegensatz zum christlichen Ethos. In einem Brief an den frühen CDU-Generalsekretär Heiner Geißler im „Spiegel“ erklärt er seinen Austritt aus der CDU. Er spricht darin von der ÖDP, die er nunmehr als „konservativ, im besten Sinne des Wortes, bewahrend“ nennt. Auch gegen Alt werden Rechtsextremismus-Vorwürfe erhoben, unter anderem auch von der ultralinken Publizistin Jutta Ditfurth.

Vor diesem Hintergrund können die Attacken gegen konservative Ökologen kaum überraschen. Vor allem die Präferenz für organische Strukturen, die in diesem Milieu festzustellen sind und nicht verheimlicht werden, wird gelegentlich als rezenter Indikator für ökologischen Faschismus diffamiert. Weil einige der Erben des Dritten Reiches in der Bundesrepublik ebenso wie der Nationalsozialismus neben der braunen Grundtönung auch grüne Farbtupfer erkennen lassen, erscheint Vorsicht geboten. Diese artet nicht selten in Gesinnungsterror aus.

Welche inhaltlichen Akzente setzt der Konservatismus innerhalb der „politischen Ökologie“? Jürgen Wüst zählt neben christlichen Elementen auch esoterische auf. In den frühen 1980er Jahren ist überall die Rede von der Zeitenwende, die mit der New-Age-Bewegung in Verbindung gebracht wird. Diese Strömungen gehören zum geistigen Hintergrund der Zeit, zur Signatur der Epoche.

Eine deutliche Konkretisierung des konservativen Gedankens im institutionellen Sinn bringt die Gründung der ÖDP 1981. Aus verschiedenen Initiativen geht die neue Partei hervor, nachdem klar absehbar ist, dass sich die politische Linke mit ihrem breiten extremistischen Flügel bei den „Grünen“ durchsetzen kann, nicht jedoch bürgerlich-ökologisches Gedankengut. Die meisten Mitglieder stammen aus der GAZ. Hier zeigt sich bald, dass ökologische Arbeit jenseits von Instrumentalisierung durch den Linksextremismus auf der einen Seite und dem Ökofaschismus auf der anderen möglich ist. In den ersten Jahren funktioniert die Zusammenarbeit der Führungskräfte gut. Die Handschrift Gruhls prägt die Parteiarbeit. Erste größere Konflikte werden 1988/89 sichtbar. Es geht neben persönlichen Reibereien besonders um das Verhältnis zu Kräften auf der politischen Rechten. Eine Gruppierung, die einen “Rechtsabgrenzungsbeschluß” gegenüber der Werbung im “Bereich der Rechtsparteien” wie den Republikanern als auch gegenüber der Thematisierung von “Patriotismus” nicht mitträgt, nennt sich die „Unabhängigen Ökologen“, bei denen unter anderem Baldur Springmann aktiv wird. Im Gründungsmanifest heißt es: „Achtung vor dem Leben, das Verwobensein mit einer vertrauten Landschaft und den in ihr lebenden Landsleuten weckt Verständnis für Lebenszusammenhänge und die Liebe zur Heimat. Denn nur, wer sein eigenes Land liebt, achtet auch die Heimatverbundenheit anderer Völker und sucht mit ihnen die lebenssichernde Partnerschaft“. Trotz solcher vorsichtigen Formulierungen setzt bald eine Kampagne sowohl innerhalb der Partei als auch außerhalb ein. Vom „braunen Sumpf“ von Vlotho ist bald die Rede.

Kurz ein Blick auf die Programme. Schon das GAZ-Programm besitzt eindeutig konservative Partien. Hervorzuheben sind etwa die Stellen über Ehe und Familie. Die Rolle der Hausfrau und Mutter wird herausgestellt. Obwohl die Tendenz des ÖDP-Programms ähnlich ist, weicht es doch mancherorts nicht unwesentlich ab. Der Möglichkeit der Berufstätigkeit der Frauen wird mehr Aufmerksamkeit geschenkt, ebenso das partnerschaftliche Miteinander von Mann und Frau betont, zudem die Verantwortung der Väter in Fragen der Erziehung. Weiter erkennt man im Hinblick auf das Staatsverständnis konservative Grundzüge. So wird gegen den Massenpluralismus auf die Notwendigkeit insistiert, auf das Gemeinwohl abzuzielen, was immer man darunter zu verstehen hat. Die Handschrift Gruhls ist diesbezüglich unverkennbar. Rücksichtsloser Kampf um Eigeninteressen wird abgelehnt. Kritiker sehen hier eine Traditionslinie aufscheinen, die von Carl Schmitt bis zur formierten Gesellschaft Rüdiger Altmanns reicht. Als konservativ gilt das Bekenntnis zum „Primat der Ökologie“, der sich in dieser Weise in der Frühzeit der Partei „Die Grünen“ nicht findet. Angriffsflächen bieten stets Aussagen der ÖDP zur Ausländerpolitik. Selbst triviale Stellungnahmen zu den Gefahren einer (durch Einwanderung induzierten) übermäßigen Zunahme der Bevölkerungsdichte in einem ohnehin dicht besiedelten Land rufen einen Aufschrei jener hervor, die Andersdenkende gern als rechtsextrem denunzieren. Im Hinblick auf Klagen gegen den Missbrauch des Asylrechts kann man vergleichbare Reaktionen konstatieren. Erst recht trifft das auf Vorstellungen zu, die von fern an das Konzept des „Ethnopluralismus“ erinnern. Es liegt auf der Hand, dass Kritiker auf Parallelen zum „Heidelberger Manifest“ hinweisen, das von zwei Mitgliedern des „Ökologischen Rats“ (Haverbeck, Illies) unterzeichnet wird. Hinzuzufügen ist allerdings: Gut zehn Jahre nach dem ersten Programm kann man aus der ÖDP gänzlich anderes hören. Die Nach-Gruhl-Ära ist besonders in diesem Punkt kaum zu übersehen. Auch in Fragen des Lebensschutzes vertritt die Partei konsequente Positionen und setzt auf diese Weise einen weiteren Kontrapunkt zu den „Grünen“. Dass die Verleumdungskampagnen der Gegner hier besonders gehässig sind, braucht kaum erwähnt zu werden.

Die genannten konservativen Partien, die später deutlich abgewandelt werden – im Zuge eines weitreichenden Wertewandels seit den 1980er Jahren durchaus verständlich – belegen, dass es niemanden in der ÖDP, auch Gruhl nicht, um Gedanken geht, die in irgendeiner Weise etwas mit einer „Ökodiktatur“ zu tun haben. Es ist glaubwürdig, wenn der spätere Vorsitzende Hans-Joachim Ritter die Pflege des Gruhl’schen Erbes als notwendig hervorhebt. Ob die Demokratie diejenige Staatsform ist, die das ökologische Gleichgewicht am besten wahrt, das darf man zwar hoffen, gewiss ist das aber nicht. Die Zukunft wird hier vielleicht Klarheit schaffen. Die Skepsis Gruhls ist eben nicht mit der Sympathie für ökodiktatorische Vorstellungen zu verwechseln. Dass der ÖDP-Gründer „Aufklärung über Aufklärung“ betreiben will, worauf Wüst hinweist, macht ihn nicht zum Fürsprecher gegenaufklärerischer Tendenzen.

Zusammenfassend ist festzuhalten: Die ÖDP lässt von ihrer Gründung an deutliche wertkonservative Positionen erkennen. Sie transponiert besonders in ihrer Frühzeit ältere Traditionslinien in die Gegenwart, wofür etwa Baldur Springmann steht. Völkische und andere Standpunkte, die für rechtsextremistische Positionen charakteristisch sind, sucht man vergebens, obwohl diesbezüglich Vorwürfe aus propagandistischen Gründen immer wieder erhoben worden sind. Zumeist handelt es sich um einzelne Personen, die zu wenig zur Abgrenzung bereit sind. Der Einfluss der christlichen Richtung, die stets gut vertreten ist, hat sich nach dem Rückzug Gruhls und der Spaltung um 1990 noch vergrößert.

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(Der Text entstand auf der Grundlage eines Vortrages während der Herbsttagung der Herbert-Gruhl-Gesellschaft anläßlich des 20. Todesjahres von Herbert Gruhl, gehalten am 5. Oktober 2013 in Bad Reichenhall)

 

 

 

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