Gibt es eine konservative Ökologie?

Jost Bauch (links im Bild) im Dezember 2017 in Freiburg mit Blick in Richtung Unibibliothek.

Der am 2. Dezember 2018 plötzlich verstorbene Prof. Dr. Jost Bauch hatte Ende November des Jahres der Herbert-Gruhl-Gesellschaft, in der knapp ein Jahr zuvor Mitglied wurde, einen Text zu verwenden angeboten, der nachstehend gekürzt wiedergegeben wird. Der vollständige Text erscheint zur Jahreswende 2018/2019 in dem Band „Nachdenken für Deutschland – Wie wir die Zukunft unseres Landes sichern können“, herausgegeben von der Desiderius Erasmus Stiftung. Ein Nachruf  findet sich in der Wochenzeitung  „Junge Freiheit“ vom 7. Dezember 2018. (V. Kempf)

Jost Bauch
Gibt es eine konservative
Ökologie?

Zusammenfassung: Konservative Ökologie grenzt sich von genuin grünen oder linken Öko-Diskursen dadurch ab, dass sie die Vorstellungen
von einer nicht-instrumentellen Technik (ohne Naturausbeutung) als nicht realistisches Wunschdenken entlarvt. Sie wendet sich gegen eine alleine voluntaristische und interventionistische Ökopolitik. Stattdessen
setzt sie darauf, durch stabile soziale Institutionen die technische Rationalität so einzuhegen, dass diese nicht zur allein bestimmenden
Ratio der Mensch-Natur-Beziehung wird.

Um die Frage gleich zu Anfang zu beantworten: Ja, es gibt sie und letztlich ist der Konservativismus die einzige politische Richtung, die Ökologie möglich macht und aus der sie auch entspringt. Denn Konservativismus will bewahren, der menschlichen Machseligkeit Grenzen setzen und Unverfügbarkeiten identifizieren. So finden wir den Startpunkt der Grün-ökologischen Bewegung auch im konservativen Lager. Es war der CDU-Politiker Herbert Gruhl, der mit seinem Bestseller 1975 »Der Planet wird geplündert« den Ökologie-
Gedanken letztlich in die Politik einführte. Aber die CDU hat in den siebziger Jahren nicht erkannt, welche zukunftsträchtige Brisanz der Ökologiegedanke haben wird, sie hat den Ökologen Herbert Gruhl vergrault, »weil die Bewahrung der Schöpfung nicht den Stellenwert
hatte, wie es schon damals nötig gewesen wäre«, so der damalige CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla1. So haben die Linken dieses freie politische Feld für sich entdeckt und für ihre politischen Zwecke instrumentalisiert.

Dabei war der Ökologiegedanke zunächst gar nicht auf dem Bildschirm der Linken. Marx hatte in seiner politischen Ökonomie den »bürgerlichen« Naturbeherrschungsgedanken voll und kritiklos übernommen. Zwar betonte er in seinen Frühschriften, dass, wenn das Privateigentum im Sozialismus aufgehoben sei, die Gesellschaft »die vollendete Weseneinheit des Menschen mit der Natur, die wahre Resurrektion
der Natur, der durchgeführte Naturalismus des Menschen und der durchgeführte Humanismus der Natur« sei. Aber um an diesen
Zustand zu gelangen, sei es erforderlich, die Produktivkräfte im Sozialismus zu potenzieren und die Natur soweit wie möglich technologisch
zu beherrschen. An der Organisation der Produktivkräfte, an der Verfasstheit der zur Anwendung kommenden Technologie, sei
nichts zu verändern, es genüge die Modifikation der Aneignungsverhältnisse, also die kollektive Anpassung der Produktionsverhältnisse an die kollektivierten Produktivkräfte. Erst die »Kritische Theorie« vor und im Rahmen der 68iger Bewegung sollte dieser naiven Vorstellung
von der »Unschuld der Produktivkräfte« ein Ende setzen.
Glaubte noch der klassische Marxist daran, dass die zunehmende Beherrschung der äußeren Natur ein Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme sei, weil man ganz einfach über größere materielle Ressourcen verfügen konnte, so erkannten die Vertreter der »Kritischen Theorie«, dass »Naturbeherrschung Naturzwang« beim Menschen auslöst. Will der Mensch die Natur beherrschen, so muss er sich selbst beherrschen und er wird durch die Zwänge der Naturbeherrschung fremdbestimmt. »Er muss die Natur in sich selbst unterjochen«. Insbesondere
Max Horkheimer und Herbert Marcuse sprachen von der Vorherrschaft der »instrumentellen Vernunft«, die alle gesellschaftlichen Bereiche durchwaltet und zu einer Eindimensionalität der gesellschaftlichen Entwicklung führt. Dabei werden Wissenschaft und Technik zum führenden Organisationsprinzip von Herrschaft. Die Anwendung von Technik selbst impliziert Herrschaft, nicht erst deren Verwendungszusammenhang oder die Zwecksetzungen, für die sie gebraucht werden. Gerade ihre Formalisierung, ihre Fungibilität
für beliebige Zwecke macht sie vor aller Verwendung als reine Form zu einem Herrschaftsinstrument. Die praktische Bedeutung eines Gegenstandes (wie der gesamten Natur), sein »Selbstwert im Dasein« (Gehlen) wird durch die Anwendung der Technik in Frage gestellt, das Objekt technischer Operationen kann rücksichtslos ohne Eigenwert des Objekts den technischen Manipulationen ausgesetzt werden.
Die Natur kann benutzt und vernutzt werden. Nicht erst der gesellschaftliche Verwendungszusammenhang der Technik löst Herrschaft aus (über Mensch und Natur gleichermaßen), die Technik selbst, ihre formelle für alle Zwecke letztlich instrumentierbare  Rationalität ist Agens von Herrschaft. Marcuse ist hier relativ nah an den Konzepten konservativer Technik-Kritik. Kritik, wie sie von Hans Freyer, Helmut Schelsky und Arnold Gehlen geäußert wurde und alt-marxistisch geprägte Autoren wie Claus Offe haben Marcuse dann auch eine »erstaunliche und beunruhigende Verwandtschaft zu konservativen Autoren« vorgeworfen.

Wenn in der technischen Rationalität schon von Anfang an die Ausbeutung und Vernutzung der Natur (der äußeren und der inneren Natur
des Menschen) angelegt ist, so muss Marcuse auf die Suche nach einer neuen Technologie gehen, die die Natur nicht als bloße Rohmasse menschlicher Machseligkeit, als reines Objekt menschlicher Verfügungsgewalt ansieht. Marcuse sucht eine neue Technologie, die die Natur nicht als Objekt menschlicher Vernutzung missbraucht, die Natur muss in einer neuen Technologie als »Subjekt eigenen Rechts« anerkannt werden, sie ist nicht nur Produktivkraft, sie besteht um ihrer
selbst willen und ist erst in dieser selbstwertigen Daseinsweise für den Menschen da.7 Die neue befreiende Technik, auf die Marcuse setzt, tendiert dann dazu, sich an Formen der Kunst und Ästhetik anzulehnen.

Die kalte wissenschaftliche Rationalität soll durch eine neue Sensibilität, wenn nicht total ersetzt, so doch aufgeweicht werden. »Der Gegensatz zwischen Einbildungskraft und Vernunft, höherer und niederer Vermögen, poetischem und wissenschaftlichem Denken würde ungültig. Ein neues Realitätsprinzip erschiene, unter dem eine neue Sensibilität und eine entsublimierte wissenschaftliche Existenz sich zu einem ästhetischen Ethos vereinigen«. Dadurch würde die Technik, Merkmale der Kunst annehmend »subjektive Sensibilitäten in objektive
Form, in Realität übersetzen«. Eine solche neue Naturauffassung würde die Natur zum Verbündeten machen im Kampf gegen eine
ausbeuterische Gesellschaft, »in denen die Vergewaltigung der Natur die Vergewaltigung des Menschen verschärft«. Marcuse bleibt allerdings
die Antwort schuldig, was eine solche neue Naturauffassung und Technologie alles leisten und wie eine solche neue Technologie aussehen könnte. Die Verschmelzung von Technik, Kunst und Ästhetik in einer neuen menschlichen Sensibilität ist dann doch alleine zu mysteriös, um zu irgendwelchen praktischen Schlussfolgerungen zu kommen. […]

Ökologisch engagierte Menschen haben oft die
Neigung zu glauben, dass die Natur in einer intentio recta direkt mit ihnen kommunizieren könne.12 »Doch wenn wir im Einklang mit der
Natur leben wollen, so leben wir aber nicht im Einklang mit der Natur »an sich«, sondern immer mit einer kommunikativ und bewusstseinsmäßig
hergestellten Vorstellung von Natur«. Ökologische Probleme werden immer kommunikativ  hergestellt, was nicht heißt, dass es keine ökologischen Probleme gibt. Sie sind aber nur bearbeitbar, wenn sie  bewusstseinsmäßig und kommunikativ eingeführt sind.

Naturvorstellungen sind immer gesellschaftlich geprägt und überdeterminiert. Das erkennt man u.a. an der Umstellung von »Gefahrenkommunikation auf Risikodiskurse« in der Moderne. In vormodernen Gesellschaften dominierte die Gefahrenkommunikation. Äußere Gefährdungen der Natur (Unwetter, Hagelschlag, Trockenheit), auf die der Mensch keinen Einfluss hatte, wirkten auf ihn ein. Er versuchte über mythologische Bilder die äußere Natur zu beeinflussen, war aber den äußeren Gewalten so gut wie schutzlos ausgeliefert. Die Moderne ersetzt die Gefahr durch das Risiko. Jetzt ist der Mensch am Geschehen zumindest beteiligt. Er kann durch eigenes Verhalten auf die zu erwartende Gefährdung Einfluss nehmen.
Die Ernte, die früher vom Klima abhängig war (mit der Gefahr der Missernte) ist heute abhängig von der Entscheidung falsch zu düngen. Vom Risiko muss man sprechen, wenn die Gefahr einer eigenen Entscheidung zuzusprechen ist. Deswegen spricht Ulrich Beck auch von einer »Risikogesellschaft« und Martin Hafen exakter von einer »Risikowahrnehmungsgesellschaft«. Die modernen ökologischen Problemstellungen
beruhen alle auf Risikodiskursen! Der Diskurs
über die Klimakatastrophe ist nur möglich, weil diese Katastrophe vom Menschen selbst gemacht ist. Die Verursachungen der Katastrophe werden dem Menschen zugerechnet: Risiko! Selbst die Folgen eines Tsunamis im indischen Ozean (verursacht durch Erdbeben wirklich ohne jede menschliche Beteiligung) werden dem Menschen
zugerechnet, nicht weil er den Tsunami verursacht hat, sondern weil er präventiv auf eine solche Katastrophe nicht vorbereitet war. Gesellschaft und Mensch produzieren durch ihr Prozessieren so viele Nebenwirkungen in der Natur, dass diese Nebenwirkungen wiederum
Nebenwirkungen bei Mensch und Gesellschaft produzieren: Der Mensch wird krank (z.B. durch Luftverschmutzung), die Gesellschaft muss handeln. Im Grunde ist der Zustand der Natur nicht das Problem: Es sind die Nebenwirkungen dieses Zustandes auf Mensch und Gesellschaft. Die Nebenwirkungsreihung (Gesellschaft-Natur-Gesellschaft) soll durch ökologische Intervention unterbrochen werden.

Weil ökologische Probleme dem Menschen (und seinen Risikoentscheidungen) zugerechnet werden können, ist es auch möglich, mit
gesellschaftlichen Mitteln ökologische Probleme zu beheben und zu beseitigen. Linke Ökologie betreibt »social engeneering«. Hier wird
geplant, verwaltet, inszeniert, interveniert, sanktioniert. Ökologie wird zu einem voluntaristischen Akt einer Öko-Bürokratie. Man erkennt nicht das Paradoxon, dass man etwas durch Machen bewahren will. Sind ökologische Probleme alleine menschen-gemacht, so kann
man diese geradezu auf dem Rechtsweg und durch politischen Beschluss beheben. So, wenn eine UNO-Unterorganisation beschließt, dass das Klima in den nächsten 20 Jahren nur um 2 Grad steigen darf.

Welch ein anthropomorpher Imperialismus gegenüber der Natur. Dabei tauscht man diesmal in ökologischer Machtseligkeit im günstigsten
Fall nur die Probleme aus. So wird die CO2-Reduktion mit der Verspargelung der Landschaft durch Windräder erkauft und ganze Monokulturen entstehen durch die gefräßigen Biogasanlagen. Eben weil die Natur in einer intentio recta nicht mit dem Menschen sprechen
kann, der Mensch also immer nicht mit, sondern nur über die Natur sprechen kann, sind ökologische Narrative und Diskurse gesellschaftliche Diskurse mit allen Fehlern, Subjektivismen, Zeitgeisterscheinungen und Mode-Trends. Das Buch von Neubacher gibt
davon ausführlich Zeugnis. Wenn der Mensch sich mit der Natur beschäftigt, so beschäftigt er sich im Wesentlichen mit sich selbst, seinen Urteilen und seiner Vorstellungs- und Einbildungskraft. Das
Gefährliche an Öko-Diskursen ist nun aber, dass sie von einem inhärenten Objektivismus getragen sind. Denn wenn es tatsächlich so ist, dass der Feinstaub für den Menschen schädlich ist, so muss natürlich alles getan werden, um die Feinstaubbelastung zu reduzieren. Dies ist
alternativlos. Ökologische Diskurse –subjektiv fehlerhaft wie sie sein mögen – legitimieren sich durch diesen Objektivismus selbst. Deswegen
haben sie große politische Resonanz, denn es gibt dann nichts zu diskutieren, ein Idealfall für die Politik. Sie immunisieren große Politikbereiche
vor Kritik. Wenn also eine solche oben beschriebene voluntaristische und
interventionistische Ökopolitik für ein eher konservatives Ökologie-Konzept nicht zielführend sein kann, so müssen wir zum Schluss fragen,
wie ein solches Konzept konservativer ökologischer Politik aussehen könnte. Im Gefolge unserer Ausführungen hat sich gezeigt, dass die technische Rationalität, die Auseinandersetzung mit der äußeren Natur, nicht abgeschafft oder durch eine wie auch immer vorstellbare (oder eben unvorstellbare) Form der Technik abgelöst werden kann. Diese Wege erweisen sich als Sackgasse. Vielmehr muss – und nun kommen wir zum Kern konservativer Ökologie – die technische
Rationalität durch stabile soziale Institutionen so eingehegt und eingefasst werden, dass sie nicht zur alleinbestimmenden Ratio der Mensch-Natur-Beziehung wird. Die formalisierte Zweck-Mittel
Rationalität darf nicht in allen gesellschaftlichen Teilbereichen ungebrochen gelten. Die technische Rationalität – samt Markmechanismus – muss eingefasst und umgeben sein von nicht-rationalistischen Vergesellschaftungsmustern, von Werten nicht-technologischer und nicht marktkonformer Sinn- und Verpflichtungssysteme, die abgestützt durch Institutionen so etwas wie Altruismus in der Familie, Pflegebereitschaft, Ethik der Arbeit, Gehorsam vor dem Gesetz etc. ermöglichen. Das utilitaristische Kalkül, die ökonomische Statuskonkurrenz, eine allein strategische Rationalität des Verhaltens, muss in einer Gemeinsinn produzierenden Sozialstruktur eingebettet sein, die gleichsam diese zur Überdehnung neigenden technologischen und
ökonomischen Prinzipien in Schach hält. Das geht nur in und mit starken Institutionen, die nicht nach dem Muster technologieadäquater
und marktkonformer Prinzipien geformt und ausgerichtet sind. Die Urinstitution der Familie ist das beste Beispiel. In ihr werden soziale
Tugenden wie Empathiebereitschaft und Respekt vor der Schöpfung (zusammen mit religiösen Institutionen) vermittelt, ohne die eine
Gemeinschaft nicht bestehen kann.

Literatur:
1 Ronald Pofalla, FAZ 9.9.2007.
2 Volker Kempf, Herbert Gruhl. Pionier der Umweltsoziologie, Graz 2008.
3 Karl Marx, Frühschriften, hrsg. v. S. Landshut, Stuttgart 1953, 237.
4 Max Horkheimer, Zur Kritik der instrumentellen Vernunft, Frankfurt 1974, 94.
5 Jost Bauch, Was Marcuse nicht erkannte, JF 39/18, 18.
6 Vgl. Claus Offe, Technik und Eindimensionalität. Eine Version der Technokratiethese, i: J. Habermas (Hg.), Antworten auf Herbert Marcuse, Frankfurt 1968, 81.
7 Vgl. Herbert Marcuse, Konterrevolution und Revolte, 2. Aufl., Frankfurt 1973, 74/75.
8 Herbert Marcuse, Versuch über die Befreiung, 3. Aufl., Frankfurt 1972, 44.
9 Reinhart Maurer, Wie wirklich ist die ökologische Krise? In: Dreiundzwanzigste
Etappe, Bonn 2016/17, 58.
10 Niklas Luhmann, Ökologische Kommunikation. Kann die moderne Gesellschaft sich auf  ökologische Gefährdungen einstellen? 2. Aufl., Opladen 1988, 61.
11 Andreas Matzner, Probleme sozio-ökologischer Systemtheorie. Natur und Gesellschaft in der Soziologie Luhmann, Opladen 1993.
12 Jost Bauch, Gesundheit und  Gefahrenkommunikation. Vom Risiko
gesundheitsgerechten Verhaltens, in: Sozialwissenschaften und Berufspraxis, 20. JG (1997), Heft 4, 321.
13 Vgl. Alexander Neubacher, Öko-Fimmel, 2. Aufl., München 2013, 250 ff.
14 Jost Bauch, Risikogesellschaft und Gesundheitsdiskurs, in: J. Bauch, G. Hörnemann (Hg.), Gesundheit im Sozialstaat, Konstanz
1996, 30.
15 Arnold Gehlen, Anthropologische und sozialpsychologische Untersuchungen,
Reinbek 1986, 257.
16 Beate Robertz-Grossmann, Gesundheit als gesellschaftlicher Hyperkonsens, 1. Aufl., Konstanz 2004 und Jost Bauch, Gesundheit als sekundäre Zweckmäßigkeit von familialen Alltagsroutinen,
in: H. Ohlbrecht, Chr. Schönberger (Hg.), Gesundheit als Familienaufgabe,
Weinheim und München 2010, 176-190.
17 Ivan Illich, Entmündigung durch Experten, Reinbek

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