Franz Alt wirbt mit Herbert Gruhl für wertkonservative Partei

Franz Alt wirbt mit Herbert Gruhl für wertkonservative Partei

Der Journalist Franz Alt warb im April 2011 auf dem baden-württembergischen Landesparteitag der “Partei für Arbeit, Umwelt und Familie – Christen für Deutschland” (AUF) mit Herbert Gruhl für politisches Engagement. Alt sagte auf dem Parteitag in Baden-Baden unter dem Eindruck der neuen atompolitichen Debatte zum Thema „Die Sonne schickt uns keine Rechnung“: “In der CDU bereuen alle, daß sie nicht auf Gruhl gehört haben“. Doch diese Reue geht dem ehemaligen CDU-Mitglied Alt offenbar nicht so weit, daß er wieder eine politische Heimat bei der Union anstreben würde. Denn es obliege der AUF, „so etwas wie eine neue wertkonservative Partei im Sinne von ‚Schöpfung bewahren’ zu werden“ und so der CDU Konkurrenz zu machen. „Es lohnt sich gemäß Eurem Parteiprogramm politisch aktiv zu werden“, erklärte Alt.

Die 2008 gegründete AUF-Partei hat es sich zum Ziel gesetzt, christlich-konservative Kräfte aus der ÖDP, Zentrumspartei und PBC zu bündeln, mußte aber bei der Landtagswahl vom 27. März 2011 in Baden-Württemberg teilweise noch immer in unmittelbarer Konkurrenz zur ÖDP und PBC antreten. Dabei erreichte die AUF-Partei in den 15 Wahlkreisen, in denen sie zugelassen wurde, zwischen 0,6 und 1,6 Prozent der Wählerstimmen und ließ damit die ÖDP, die in jenen Wahlkreisen Ergebnisse zwischen 0,4 und 0,7 % erreichte, stets hinter sich, ebenso die PBC (0,5 %).

Anm.: In Baden-Württemberg gibt es die Besonderheit, daß eine Partei nur dort wählbar ist, wo sie mit einem Direktkandidaten antritt. Dieses Wahlrecht möchte die grün-rote Landesregierung gem. Koalitionsvereinbarung für die nächste Landtagswahl ändern, weil durch die Anrechnung von Überhangmandaten immer die Partei begünstigt wird, die die meisten Wahlkreise gewinnt, was bisher immer die CDU war.

(M.K./V.K.)