Ein Film mit Klartext

Alternativlos in die Katastrophe 2 _Aus gegebenem Anlaß

Wer nach 40 Jahren Anti-AKW-Bewegung und nach Angela Merkels Wende in der Atomfrage schläfrig geworden ist, der wird durch den von Holger Strohm produzierten Film „Friedlich in die Katastrophe“ wieder hell wach. Es ist ein Gesamtkunstwerk, das durch eine Fülle erdrückenden, aber großartigen Filmmaterials besticht. Die Auswahl der Experten, die im Film zu Wort kommen, obliegt der Künstlerfreiheit und kommt nicht von ungefähr. Es sind durchweg Wissenschaftler, die in ihrem Leben bewiesen haben, daß sie unbestechliche Köpfe sind und die Dinge kompromißlos beim Namen nennen. Strohm und dem jungen polnischen Regisseur Marcin El ist für diesen Film, der aufklärt und aufrüttelt, sehr zu danken.

Ein Satz im Film „Friedlich in die Katastrophe“ ist mir in bleibender Erinnerung geblieben: „Die Guten sind so selten, daß man die Zeit nach ihm berechnet.“ Wohl wahr. Strohm selbst würden einige am liebsten ans Kreuz nageln und Aufführungen seines Films verhindern. Darüber jubeln dann nur einige selbsternannte Antifaschisten mit ihrer roten Frontkämpferfahne, was für sich spricht. Linke zerfleischen sich gerne selbst, das ist nicht neu. Aus dem eher konservativen Lager betrachtet wirkt das recht unkultiviert. Holger Strohm habe ich hingegen als einen diskussionsfreudigen Menschen mit Format kennen gelernt, von dem sich so mancher, der nur zu gerne Gift und Galle speit, eine Scheibe abschneiden könnte.

Gez. Volker Kempf, Vorsitzender der Herbert-Gruhl-Gesellschaft e.V. (27./28. Februar 2013)

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Aufführungstermine siehe auf den Facebook-Seiten zum Film.

Siehe auch den Bericht zur Tagung zum Film vom Oktober 2012

und die offizielle Homepage zum Film (www.friedlich-in-die-katastrope.de)

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