Der Titel ist „HGG unterzeichnet internationales Statement“

Der   wurde 2009 von Optimum Population Trust (UK) initiiert, deren Schirmherrin mit der Primatenforscherin Jane Goodall weltweit bekannt ist. Als Erstunterzeichner folgten Population Institute of Canada, Population Institute (USA), Sustainable Population Australia. 2010 kommt für Deutschland die Herbert-Gruhl-Gesellschaft e.V. (gem. HGG-Vorstandsbeschluß vom März) als Erstunterzeichnerin hinzu. Nachstehend die deutsche Übersetzung:

Die Bevölkerungspolitik und die Umwelt Internationale Stellungnahme 1: Die Signatoren erkennen folgende Fakten an : A:  Das bisherige Bevölkerungswachstum von einer Milliarde im Jahr 1800 auf 2,5 Mrd. 1950, auf 6,8 Mrd. heute, verbunden mit zunehmendem Pro-Kopf-Ressourcenverbrauch, hat schon Klimawandel, zunehmende Verschmutzung, höhere Meeresspigel sowie expandierende Wüsten verursacht. Dieser Verbrauch ist weitgehend „finanziert“ worden durch das schnelle Abbauen von natürlichem Kapital (endliche Ressourcen wie etwa Fossilbrennstoffen, Grundwasser, Mineralien, Bodenfruchtbarkeit, Forste, Fischereizonen und Biodiversität) eher als durch nachhaltiges natürliches Einkommen. B: Die Kapazität der Erde ist endlich. Sie nimmt mit Klimawandel ab und ist nicht imstande, eine unendlich wachsende Zahl an Menschen und deren Ressourcenausbeutung zu tragen. C: Die Weltbevölkerung wächst um 78 Mio. jährlich (9.000 pro Stunde). Sie soll bis 2050 auf 9,1 Mrd. wachsen. Diese zusätzlichen 2,3 Mrd., auch wenn in Ländern mit wenig CO2-Ausstoss, ist das Äquivalent von zwei Weiteren „Kohlenstoff-USA“. D: Da ein unendliches Bevölkerungswachstum unmöglich ist, muss es irgend wann aufhören: entweder früher, durch wenigere Geburte aufgrund von Verhütungsmitteln und einer humanen, proaktiven Bevölkerungspolitik, oder später durch mehr Todesfälle aufgrund von Hungersnöten, Krankheiten und Umweltkollaps, oder irgend einer Kombination dieser dreien. E: Jeder zusätzliche Mensch erhöht die Gesamtauswirkung auf die Umwelt und schmälert die Pro-Kopf-Naturressourcen. Folglich lassen sich alle Umweltprobleme (sowie viele wirtschaftliche und soziale) leichter lösen bei einer kleineren Bevölkerung und nur schwerer (und schliesslich unmöglich) bei einer grösseren. F: Umweltzerstörung und Ressourcenabbau schmälert schon ständig die nachhaltige Weltbevölkerungszahl. G: Sich ausbreitende Industrialisierung, Verstädterung, und der Verbrauch in den Erstweltländern schmälert noch mehr die Tragfähigkeit der Erde. H: Die globale Lebensmittelproduktion hängt sehr von billigem und reichlich vorkommendem Rohöl sowie Wasser. Diese werden gerade viel teurer und knapper. I: Die Entwicklung (pro-Kopf Wachstum an BIP) wird weiterhin erschwert durch hohe Geburtsraten (immer mehr Menschen). J: Die optimale Bevölkerungszahl (beste Lebensqualität für alle) ist eindeutig viel geringer als das maximale (knappes Überleben). Fazit: Das aktuelle Bevölkerungswachstum ist nicht nachhaltig.

2: Wir empfehlen der UNO und zwischenstaatlichen Organisationen, Regierungen, und nicht staatlichen Umwelt- und Entwicklungsgruppen : A. die Wahrheit dieser Aussagen anzuerkennen. B. den universellen Zugriff auf weltweite Familienplanung zu unterstützen, finanzieren oder garantieren, wie vereinbart an der Kairo-Konferenz 1994 sowie im Millennium-Entwicklungsziel 5 für 2012. C. zwangsfreie Politiken einzuführen, um Bevölkerungen entweder zu stabilisieren oder auf nachhaltige Zahlen zu reduzieren, einschliesslich der Planung für eine alternde Bevölkerung. D. feste Massnahmen zu ergreifen, besonders in Regionen mit hohem Konsum, um eine Verringerung des Pro-Kopf-Ressourcenabbaus und der Umweltdegradation zu erreichen.

Juni, 2009 bzw. dt. 15. April 2010

Als weitere Unterstützerin des Statements hat sich in Deutschland am 15.4. 2010 die AKT für Mitweltethik angeschlossen.

Siehe auch den Presseartikel “Warnung vor Überbevölkerung: ‘Wir sind so viele’” aus der Tageszeitung Die Presse in Wien vom 25.3.2010 (externer Link): (http://diepresse.com/home/panorama/klimawandel/548553/index.do?_vl_backlink=/home/panorama/klimawandel/index.do)

 

[BH1]Vom 04/2010

[BH2]Der Titel ist „HGG unterzeichnet internationales Statement“

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