Bücher

Neuerscheinung über Herbert Gruhl 02/2008:

umweltsoziologieVolker Kempf: Herbert Gruhl – Pionier der Umweltsoziologie. Im Spannungsfeld von wissenschaftlicher Erkenntnis und politischer Realität. Graz: Ares Verl., 02/2008, 348 Seiten, 24,90 Euro (ISBN 978-3-902475-47-3)
amazon.de / bol.de / buecher.debuecherquelle.at / thalia.ch

Die Arbeit “Herbert Gruhl – Pionier der Umweltsoziologie” liefert eine Gesamtdarstellung der geistigen Entwicklung Herbert Gruhls von ihren biographischen Anfängen an über seinen Klassiker “Ein Planet wird geplündert” bis hin zu seinem Spätwerk “Himmelfahrt ins Nichts”. Herbert Gruhl erscheint vor diesem Hintergrund nicht nur als Vordenker für umweltsoziologisch bedeutsame Fragen, sondern auch als ein Mann mit antitotalitärer Grundhaltung in einem totalitären Zeitalter.

“Kempf ist mit der Schilderung der Parteienlandschaft im Umbruch am Beispiel eines Politikers und konsequenten Querdenkers mit einer `stürmischen Ungelduld` – so Gruhl über sich selbst – gelungen, ein kritisches Zeitportrait zu zeichnen; jeweils gestützt auf zeitgeschichtliche und soziologische Untersuchungen, die in ernst zu nehmenden sozialwissenschaftlichen Kreisen unumstritten sind.” (Aus dem Nachwort von Dr. Ute Scheuch)

Der Autor, Volker Kempf, ist Vorsitzender der Herbert-Gruhl-Gesellschaft

* * *

Neuerscheinung gesammelter Schriften H. Gruhls 10/2005:

CoverHerbert Gruhl – Unter den Karawanen der Blinden. Schlüsseltexte, Interviews und Reden (1976-1993). Mit einem einleitenden Essay von Franz Vonessen. Hrsg. von Volker Kempf, Frankfurt am Main: Peter Lang, 2005, 275 Seiten, 39,80 Euro

Die gesammelten “Schlüsseltexte, Interviews und Reden (1976-1993)” von Herbert Gruhl bieten einen Querschnitt durch sein politisches Wirken und seine geistige Entwicklung. Seit den 1970er Jahren gab es zwar einige sinnvolle Korrekturen durch den technischen Umweltschutz, ansonsten aber sah Gruhl die Menschheit weiter auf Plünderungskurs, die Karawane der Blinden also weiterziehen. Dem Band geht ein einleitender Essay des Freiburger Philosophie-Professors Franz Vonessen über die aufgeworfenenKritik an der Theorie vom ständigen wirtschaftlichen Wachstum voraus. Ein editorischer Bericht gibt Erläuterungen zur Auswahl der Texte. (V.K.)

“Aus den jetzt dokumentierten Texten kann man ersehen, daß ein zentraler Kritikpunkt an der Partei [Die Grünen] war, daß sie die Konsequenzen einer Gesellschaft ohne Wirtschaftswachstum nicht in ihre Programmatik und in ihr Handeln aufnahm.” (Marko Ferst, umweltdebatte.de)

Zum Inhalt (externer Link)

Verlagsbestellung + Online-Buchhandel: abebooks.de / amazon.de

* * *

Sonderdruck 2003:

Kleines Herbert-Gruhl-Brevier. Hrsg. von der HGG. Juni 2003, 20 Seiten

brevier2Das Brevier beinhaltet eine Auswahl mit Zitaten aus Herbert Gruhls Schriften. Ein Eindruck über das geistige Schaffen des Autors von “Ein Planet wird geplündert” wird damit anläßlich seines 10. Todestages 2003 auf 20 Seiten gegeben – inklusive einiger zeitgenössischer Äußerungen über ihn. Mit einem Vorwort von Heinz-Siegfried Strelow.

Zu beziehen gegen 2,20 Euro in Briefmarken über die Herbert-Gruhl-Gesellschaft e.V. (Rosenweg 4, 30627 Hannover).

 

 

* * *

Der Klassiker:

planet6Ein Planet wird geplündert. Die Schreckensbilanz unserer Politik. München: S. Fischer 1975; (zuletzt 1992 mit einem Vorwort zur 14. Auflage des Taschenbuches); [vergriffen]

Während der Club of Rome die Grenzen des Wachstums auf unserer Erde aufzeigt, fragt Herbert Gruhl in seiner Bestandsaufnahme Ein Planet wird geplündert nach den übriggebliebenen Möglichkeiten unseres Wirtschaftens.

Zur Einleitung des Buches

Cover 1978

planet4

Vergriffene Exemplare antiquarisch unter:

amazon.de; antiquariate.com; ebay.de

 

 
Cover 1988

* * *

Das Spätwerk

nichtsHimmelfahrt ins Nichts. Der geplünderte Planet vor dem Ende. München: Langen Müller, 1992, 432 Seiten [vergriffen].

Am phantastischen Aufstieg des Menschen geht die Natur zugrunde. Es zeigt sich, daß er niemals die göttliche Weisheit haben wird, den Planeten zu regieren, der somit steuerlos seinem Ende zurast. Der letzte Akt der Tragödie hat begonnen. (Aus dem Klappentext.)

Antiquarische Exempl. u.a. unter amazon.de

Weitere Bücher von Herbert Gruhl
Häuptling Seattle hat gesprochen. Der authentische Text seiner Rede mit einer Klarstellung: Nachdichtung und Wahrheit. Berlin: Rixdorfer Verlagsanstalt, 1989, 61 Seiten [vergriffen]

„Die Rede Häuptling Seattles ist in den letzten Jahren als aktueller Mahnruf weltweit verbreitet worden; doch leider in einer gefälschten Erweiterung. Hier wird die Übersetzung der Aufzeichnungen von Dr. Henry A. Smith wiedergegeben, die er als Zuhörer gemacht hat.“ (Herbert Gruhl)

* * *

ueberlbuchÜberleben ist alles. Erinnerungen. Vom Autor durchges. u. korrigierte Taschenbuchausg. Frankfurt/M., Berlin: Ullstein, 1990 (Originalausgabe 1987) [vergriffen].

„… Herbert Gruhl hat eine interessante und versöhnliche Autobiographie geschrieben, die schon deshalb zu lesen lohnt, weil da ein Mann mit Charakter und Einfühlungsvermögen wandelnde Ansichten und Einsichten präsentiert. … Vielleicht wird uns erst in vielen Jahren klar sein, wie viele von Gruhls Warnungen vor der Ausbeutung und Zerstörung unseres Planeten berechtigt waren. Wenn es nicht zu spät ist. Überleben ist wirklich alles.“ (Die Welt)

* * *
atomarerselbstmordDer atomare Selbstmord. München, Berlin: Herbig, 1986 [vergriffen; Restexemplare sind bei der Gruhl-Gesellschaft erhältlich zu 6 Euro.- zzgl. Porto].

Gegen die Lügen vor und nach Tschernobyl: Neben der Umweltzerstörung und den Nuklearwaffen zählt Gruhl die sog. friedliche Nutzung der Atomenergie zu den selbstmörderischen Dingen in unserer zivilisierten Welt. Gruhl hoffte, daß seine Mahnung zur Umkehr nach der Katastrophe von Tschernobyl bei den Verantwortlichen zu Folgerungen führt. (V. K.)

* * *
Image2(Hrsg.): Glücklich werden die sein … Zeugnisse ökologischer Weltsicht aus vier Jahrtausenden. Mit einem Vorwort versehene und korrigierte Taschenbuchausg. Frankfurt/M., Berlin: Ullstein, 1989 (Originalausgabe 1984) [vergriffen].

Aus dem Schlußwort:

„Was in in diesen Jahren als ‚die Krise’ bezeichnet wird, ist bereits die Wende, ja sogar der einzig möglich Weg zur Gesundung. So wie der Kranke das Fieber braucht, so müssen die Völker durch Nöte hindurch, damit sie auf den Boden der Erde zurückgeholt werden. Auf diesem Planeten ist keinem Lebewesen eine bestimmte Form der Daseinsgestaltung garantiert, ein jedes hat sich anzupassen, auch der Mensch. Was jetzt als unzumutbar erscheint, wird sich als heilsam erweisen.“ (Herbert Gruhl)

Über das Buch:

„In seinem Buch ‚Glücklich werden die sein … Zeugnisse ökologischer Weltsicht aus vier Jahrtausenden’ hatte Gruhl ein tiefenökologisches Lesebuch voller ökospiritueller Texte vorgelegt, das bis heute zu wenig beachtet wurde. Ein überraschendes Buch in einer wohl glücklichen Schaffensphase. Texte aus buddhistischen und christlichen Quellen, von griechischen Naturphilosophen und Naturpoeten des 20. Jahrhunderts; vom Gilgamesch-Epos bis Leonardo da Vinci und dem grünen Goethe hat er Texte ökologischen Denkens und Empfindens aus vier Jahrtausenden zusammengetragen.“ (Franz Alt, in: 20 Jahre ödp).
* * *
gleichgew1Das irdische Gleichgewicht. Ökologie unseres Daseins. Düsseldorf: Erb Verlag, 1982, geb. (Taschenbuch 1985) [vergriffen; Restexemplare bei der Gruhl-Gesellschaft zu 12 Euro.- bzw. 6 Euro zzgl. Porto]

Zum Inhalt des Buches Das irdische Gleichgewicht von Herbert Gruhl:

„Die einseitige mechanistisch-naturwissenschaftliche Richtung des neuzeitlichen Denkens führte zum Irrglauben an perfekte Lösungen. Neue große Entwürfe und phantastische Utopien führen jedoch nicht weiter. Der steigende Lebensstandard dient längst nicht mehr dem Heil des Menschen, sondern wirkt selbstzerstörerisch. Wir müssen uns anderen Werten zuwenden. Anpassung heißt das Gebot; statt Aggression ist Gelassenheit notwendig.“ (Aus dem Klappentext zur gebundenen Ausgabe.)

Das irdische Geichgewicht schwankt: Was sich über Millionen Jahre die Waage hielt, hat der industrialisierte Mensch in nur 200 Jahren gründlich gestört. Herbert Gruhl nennt in diesem Buch die Ursachen, die zu dieser labilen Lage auf unserem Planet geführt haben. Er fordert die Abkehr von einer Weltauffassung, die sich dem Materialismus verschrieben hat, sich an der Technik orientiert und die Künstlichkeit der geschaffenen Welt zu ihrem Ideal erhebt. Gruhl zeigt, wie diese mechanistisch-naturwissenschaftliche Sicht ein ständiges wirtschaftliches Wachstum und damit die Plünderung des Planeten Erde in ihre Rechnung mit einbezieht. Aus diesen Erkenntnissen entwickelt der Autor seine organische Weltauffassung. Wesentliche Bestandteie dieser Denkweise sind Verzicht auf ständig steigenden Lebensstandard, Solidarität mit der Schöpfung, Transzendenz und Einbeziehung organischer Prinzipien. Der Autor stellt sich dabei bewußt gegen Rationalismus und Aufklärung, wie sie seit dem 17. Jahrhundert das abendländische Denken prägen, und legt ein klares Bekenntnis zur konservativen Ökologie ab. (Aus der Taschenbuchausg.)