Edgar Guhde (1936-2017)

Dipl.-Pol. Edgar Guhde (1936 bis 14. Feb. 2017) ist einigen als langjähriger intellektueller und politischer Wegbegleiter Herbert Gruhls in den 1970er und 1980er Jahren bekannt. 1984 legte Edgar Guhde ein Lehrbuch „Natur und Gesellschaft“ vor, das in ökologisches Denken und Handeln einführt, und dem Gruhl ein ausführliches Vorwort beisteuerte. Im Jahrbuch der Herbert-Gruhl-Gesellschaft „Naturkonservativ“ , das  2001 bis 2008 erschien, sind zwei von drei Beiträgen Guhdes dem Themenkomplex Tierrechte zuzuordnen: „Rechtsstaatliche Offensive Tierschutz“ (2002) und „Halbzeitbilanz rot-grüner Tierschutzpolitik“ (2005) – ein 2001 publizierte Jahrbuchbeitrag Guhdes gilt der Medienmanipulation am Beispiel des Fernsehens. Die Thematik Tierrechte rückte bei Guhde immer sichtbarer in den Vordergrund, was seine beeindruckende autobiographische Skizze auch nahe legt, die hier an Stelle eines Nachrufes wiedergegeben sei, um ihn selbst zu Wort kommen zu lassen (unter:  https://wolodja51.wordpress.com/2017/03/01/zum-tode-von-edgar-guhde-am-14-02-2017-in-duesseldorf/comment-page-1/#comment-5862)  

Tag des Artenschutzes

Zum Tag des Artenschutzes am 3. März 2017 gilt es darüber nachzudenken, wo Menschen Naturräume und damit Arten verdrängen. Global ist es die Weltbevölkerung in Verbindung mit einem ressourcenintensiven Lebensstil, was der Natur zusetzt. In Südwestdeutschland gibt es durch Abwanderung aus den neuen Bundesländern schon länger Zuwächse, durch grenzüberschreitende Zuwanderung  mittlerweile aber auch wieder in ganz Deutschland.

Um im wachstumsträchtigen Südwesten zu bleiben, so heißt es dort für Deutschlands angebliche „Öko-Hauptstadt“ Freiburg im Breisgau am 3. März in der regionalen Presse: die Stadt baue einen neuen Stadtteil Dietenbach für 12.500 Menschen, auf grüner Wiese versteht sich. Auch Gemeinden und ihre Bürgermeister im Umland äußern sich immer wieder stolz, wenn die Einwohnerzahl steigt. Aber lebenswerter wird eine Stadt durch quantitatives Wachstum nicht, artenfreundlicher auch nicht. Nachverdichtung, Verkehrszuwachs und schrumpfende Naherholungsräume sind die Regel. Weniger ist manchmal mehr. http://www.tag-des-artenschutzes.de/

(V. Kempf)

Die Weltbevölkerung wächst und stößt an Grenzen

Ein Blick auf die Erde von Apollo 17 Anfang der 1970er Jahre. (Quelle: wikipedia)

Mit der bemannten Welraumfahrt wurde um 1970 ein „Blick vom Mond“ (Günther Anders) möglich, der die Begrenzheit des Planeten Erde augenfällig machte. Der Club of Rome untermauerte das wenig später mit Rechenmodellen zu den „Grenzen des Wachstums“ von Wirtschaft und Bevölkerung. Der damalige CDU-Umweltpolitiker Herbert Gruhl forderte 1975 in „Ein Planet wird geplündert“ eine „planetarische Wende“, das heißt, von den Grenzen des Planeten Erde her zu denken und zu handeln, also maßhalten. Die Weltbevölkerung wächst und stößt an Grenzen weiterlesen

Das Jahr 2016 neigt sich mit einer Klimakonferenz als Farce dem Ende

Nach dem die Klimakonferenz im Jahr 2015 in Paris ergab, dass die versammelten Vertreter der Staaten  wieder einmal einräumten, es gäbe ein gravierendes Problem durch die Erhöhung der Temperatur auf der Welt infolge der vom Menschen verursachten Emissionen von klimawirksamen Spurengasen – hauptsächlich CO2 -, wolle man nun aber die einzelnen Länder in Marrakesch im Herbst 2016 Pläne vorlegen lassen, was sie jeweils zur Abwendung einer globalen Klimakatastrophe auf freiwilliger Basis beizutragen beabsichtigen. Das Jahr 2016 neigt sich mit einer Klimakonferenz als Farce dem Ende weiterlesen

Parteien: Herausgefordert von der Wirklichkeit

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Dr. Konrad Adam.

Auf der Herbsttagung 2016 der Herbert-Gruhl-Gesellschaft e.V. „Herausgefordert von der Wirklichkeit“, die in Ulm stattfand, ging es mit Konrad Adam gleich zur Sache Alternative für Deutschland: „Die Bedeutung der Energie- und Ökologiepolitik für die AfD seit ihrer Gründung“.  Dabei machte Adam, der vom Vorsitzenden der Herbert-Gruhl-Gesellschaft, Volker Kempf, als ein spiritus rector der AfD begrüßt wurde, zunächst deutlich, dass oft mit unbestimmten Begriffen gearbeitet werde wenn es um die AfD gehe. Links und Rechts seien solche Begriffe, mit denen meist mehr Verwirrung als Klarheit geschaffen werde. Mit Alexander Gauland sei Adam in der Gründungsphase der AfD einer Meinung gewesen, dass das Diktum von Franz-Josef Strauß „Konservativ sein heißt, an der Spitze des Fortschritts zu stehen“ widersinnig sei. Was als Fortschritt gefeiert werde, das sei oft das Geld nicht wert. Parteien: Herausgefordert von der Wirklichkeit weiterlesen

Landschaft statt Windenergiepark: Ansichten aus dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb

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Im Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

Zu den Herbsttagungen der Herbert-Gruhl-Gesellschaft e.V. gibt es immer eine naturnahe Exkursion, so auch am 29. Oktober im Rahmen „Herausgefordert von der Wirklichkeit“. Ziel war diesmal das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Die Wirklichkeit, die Natur nicht einfach vor dem Menschen schützen zu können, sondern mit ihr möglichs schonend zu leben und zu wirtschaft, ist die Philosophie hinter einem Biosphärengebiet. Landschaft statt Windenergiepark: Ansichten aus dem Biosphärengebiet Schwäbische Alb weiterlesen

Ein Veto für die Umwelt?

Der VorsitBUNDmagazinzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, erinnert im aktuellen BUNDmagazin (3/2016) an 30 Jahre Bundesumweltministerium. Stimmt, es dauerte bis zur Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986, bis ein solches Ministerium eingerichtet wurde, welches der BUND bereits 1975 – damals noch unter dem Vorsitz des CDU-Bundestagsabgeordneten Herbert Gruhl – einforderte. Bilanz zu ziehen heißt anzuerkennen, dass der technische Umweltschutz von diesem Ministerium profitiert: Industriefilter, Autokatalysatoren, Kläranlagen u.a.m. wurden zur Pflicht. Ein Veto für die Umwelt? weiterlesen

Weltbevölkerungswachstum

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Eine Karte, die auf einen Blick zeigt, in welchen Teilen der Erde die Bevölkerung wächst (orange), sich stabil hält (grau) und wo sie schrumpft (blau). China und Staaten Europas vor allem schrumpfen, islamisch geprägte Staaten vor allem weisen ein starkes Wachstum auf. Der Bevölkerungsdruck nach Europa aus Afrika und dem mittleren Osten steigt. Vor allem Deutschland reagiert darauf mit Öffnung der Grenzen, um nicht zu sagen mit einer grenzenlosen Willkommenskultur. Die damit verbundenen Folgen sind vielfältig. Einmal steigt in ökologischer Hinsicht der Bevölkerungsdruck, in den Notuterkünften befinden sich auch Christen, die Probleme haben, sich zu ihrem Glauben zu bekennen (siehe Focus). Weltbevölkerungswachstum weiterlesen

Deutschlands Bevölkerung seit der Wende

Das Innenstadtzentrum von Zittau
Das Innenstadtzentrum von Zittau

Während Deutschlands Bevölkerung seit 1990 bis 2014 insgesamt nur leicht von 79,4 Millionen auf 80,6 Millionen Einwohner – nicht zuletzt durch Einwanderung – zunahm, verlief die Entwicklung in den neuen Bundesländern und in Westdeutschland recht unterschiedlich. Baden-Württemberg legte am meisten zu, von 1990 bis 2014 um  11,2 % auf 10,72 Millionen Einwohner. Die neuen Bundesländer verloren dagegen im Schnitt 8,9 Prozent. Sachsen verzeichnet einen Rückgang von 4,78 Millionen auf 4,06 Millionen Einwohner.
Qulitativ standen die neuen Bundesländer 1990 mit einer herabgewirtschafteten Bausubstanz da, was weithin kompensiert ist. Die Innenstädte sind vielfach bestens saniert zwischen Dresden und  Schwerin. Auch auf dem Land zeigen Deutschlands Bevölkerung seit der Wende weiterlesen

Der Stieglitz und die Energiewende

Nr. 1 GruhlDer Stieglitz ist zum „Vogel des Jahres 2016“ gekürt worden; und wie bei so vielen „Tieren des Jahres“ haben seine Bestände dramatisch abgenommen (von 1990 bis 2013 um 48%).

Er heißt auch Distelfink, weil er gern aus reifen Fruchtständen der Disteln (und auch anderer Wildstauden) die Samenkörner herauspickt. Aber diese Nahrungsquelle wird ihm in immer größerem Ausmaß genommen. Auf

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/stieglitz/19521.html

steht: „Es wird eng für unseren Jahresvogel. Denn immer weniger Landstriche in Deutschland bleiben unberührt: Brachflächen fallen der Agrarpolitik zum Opfer oder werden in Städten zubetoniert. Das raubt dem Stieglitz den Lebensraum und lässt die Nahrungsquellen versiegen.“

(Von Prof. Dietrich Schwägerl)

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