Aktuelle Beiträge mit Links

(Aktualisiert am 25.3.2018). Anläßlich des 25. Todestages von Herbert Gruhl ein Beitrag im Bautzener Boten, der seinen Lebensweg im totalitären Zeitalter nachzeichnet. Die Quellenlage entspricht hier dem Buch „Herbert Gruhl – Pionier der Umweltsoziologie. Im Spannungsfeld von wissenschaftlicher Erkenntnis und politischer Realität„:
( http://www.bautzenerbote.de/ueberleben-ist-alles/ )

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Dann war da noch ein englisches Tagebuch

Kürzlich lag auf einem antiquarischen  Büchertisch von Günter Kunert „Ein englisches Tagebuch“. Es ist 1978 erschienen, seinerzeit für 9 DDR-Mark erhältlich. Auf Seite 105 aufgeschlagen steht da etwas von Herbert Gruhl. Was es damit auf sich hat?

Der DDR-Schriftsteller Kunert gehörte 1976 zu den Erstunterzeichnern der Petition gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann. Daraufhin wurde ihm 1977 die SED-Mitgliedschaft entzogen. 1979 ermöglichte ihm ein mehrjähriges Visum das Verlassen der DDR. Er ließ sich bei Itzehoe nieder. Insofern weist Kunerts Biographie einen Bruch mit dem SED-System auf. Das betreffende Buch fällt in diese Zeit. Dann war da noch ein englisches Tagebuch weiterlesen

Herbert Gruhl, der die Dinge noch direkt ansprach

Das Jahr 2018 ist zugleich das Jahr, in dem am 26. Juni der 25. Todestag von Herbert Gruhl sein wird.
Zu diesem Anlaß bis auf weiteres ein paar einstimmende Zeilen eines Dichters, Christian Engelken, verbunden mit freundlichem Dank für die Genehmigung zur Veröffentlichung:

„Das Verhältnis Mensch-Natur, von dem das Klima ja nur ein Teil ist (hier findet derzeit eine Engführung statt, gewichtigste Themen wie Artensterben, Ressourcenerschöpfung u. a. sind in den Medien kaum präsent) treibt mich weiter um. Ich weiß nicht, was Herbert Gruhl heute sagen würde. Himmelfahrt ins Nichts? Herbert Gruhl, der die Dinge noch direkt ansprach weiterlesen

Hans Christoph Binswanger (1929 – 2018)

Hans Christoph Binswanger ist am 18. Januar 2018 verstorben. Die Herbert-Gruhl-Gesellschaft e.V. verliert damit ihren langjährigen Ehrenvorsitzenden, vor allem aber einen beeindruckenden Menschen von außerordentlicher geistiger Souveränität und menschlicher Wärme.

Der Schweizer Ökonom Binswanger war ein Vorreiter einer Theorie des wirtschaftlichen Wachstums, in der „Fortschritt und Raubbau“ als komplementäre Erscheinungen problematisiert werden. Bei der Analyse blieb der ehemalige Kommunalpolitiker Binswanger nicht stehen, er fragte immer wieder auch in praktischer Absicht nach der Möglichkeit von Optimierungen. Hans Christoph Binswanger (1929 – 2018) weiterlesen

Eine besinnliche Weihnachtszeit!

Weihnachten ist das Fest der Liebe. Also bekommen die Liebsten, die eigenen Kinder vor allem, die sich darüber immer so herrlich freuen, Geschenke. Der Psychoanalytiker Erich Fromm (geb. 1900, gest. 1980) strich 1956 in „Die Kunst des Liebens“ heraus, ein Geschenk kann ein kurzer Stimmungsaufheller sein, wenn es an wahrer Liebe mangelt. Im Idealfall sollte ein Geschenk Ausdruck von Respekt und Wertschätzung sein. Die Beschleunigung der Zeit lässt Momente der Empathie und Innigkeit hingegen oft beiläufig werden. Eine besinnliche Zeit tut da Not, um sich auf das zu besinnen, worauf es ankommt. Eine besinnliche Weihnachtszeit! weiterlesen

Günther Anders, Denker der atomaren Drohung

Auf dem Schreibtisch des US-Präsidenten Donald Trump befindet sich ein roter Knopf, den er Journalisten mit der Bemerkung zeigte „alle werden nervös“, wenn er zu nahe an ihn komme. Dies ließ die Befürchtung aufkommen, er könne damit womöglich Atomraketen starten. Aber Trump bestellt damit nur Getränke. Ob das der Philosoph der Anti-Atomtod-Bewegung, Günther Anders, lustig fände, der einmal meinte, alles sei lustig, wenn es nicht katastrophal ist, ist schwer zu beantworten. Die Möglichkeit einer atomaren Totalkatastrophe war das Kernthema des am 17. Dezember vor 25 Jahren in Wien verstorbenen Schriftstellers. Günther Anders, Denker der atomaren Drohung weiterlesen

Zeitdiagnosen

Zeidiagnosen, die auf der Herbsttagung der Herbert-Gruhl-Gesellschaft vom 8. bis 10. Dezember in Freiburg thematisiert wurden, sollten gehaltvoll sein und die Grundlage für Entscheidungen abgeben, wofür die Politik bereit ist Geld auszugeben und welche Gesetze sie erlässt. Das gilt auch für die ökologische Frage, die bei Herbert Gruhl in den 1970er Jahren die „Plünderung des Planeten“ diagnostizieren ließ – gewissermaßen jenseits von links und rechts. Später wurde diese Problematik von der Klimapolitik überlagert, aber die Plünderung des Planeten geht weiter. Zeitdiagnosen weiterlesen

Umweltschutz und Demokratie werden entkernt

Holger Strohm (rechts) bei einem Treffen im Südschwarzwald mit dem HGG-Vorsitzenden Volker Kempf.

Holger Strohm, ein Mann, der 1973 mit „Friedlich in die Katastrophe“ der Anti-AKW-Bewegung eine umfangreiche Argumentationsgrundlage lieferte und bei der Bunten Liste Hamburg in lila Latzhose mitmischte, ist nach wie vor mit Sinn für Katastrophen ausgestattet. Die Asylpolitik der offenen Grenzen machte Strohm schon fassungslos, mussten damit doch auch Kriminelle und Terroristen leichtes Spiel haben. Zum Rundumschlag holt Strohm mit seinem neuesten Buch „Demokratie in Gefahr“ aus, kaum ein Politikfeld, das nicht von politischer Unfähigkeit zeugt oder gar von niederen Beweggründen. Umweltschutz und Demokratie werden entkernt weiterlesen

Zeitdiagnosen – Herbsttagung zu Rolf Peter Sieferle und Ralf Dahrendorf

Politik beruht auf Zeitdiagnosen. Eine Zeitdiagnose die irrt, die wird auch falsche politische Handlungen mit sich bringen. Krankt die Gegenwart an einer Popularität mangelhafter Zeitdiagnosen? Können Klassiker weiterhelfen?

Die Zeitdiagnosen von Rolf Peter Sieferle und Ralf Dahrendorf können Klassikerstatus beanspruchen und nach Stärken und Schwächen überprüft werden. Auf der Herbsttagung der Herbert-Gruhl-Gesellschaft vom 8. bis 10. Dezember 2017 in Freiburg wird es genau darum gehen. Zeitdiagnosen – Herbsttagung zu Rolf Peter Sieferle und Ralf Dahrendorf weiterlesen