Weniger wäre mehr

Seit dem 18. Jahrhundert wuchs die Weltbevölkerung exponentiell – aus 700 Millionen wurden inzwischen über sieben Milliarden. Doch während der Anteil der Asiaten mit 60 Prozent konstant blieb, schrumpfte Europa anteilmäßig von einem Viertel auf ein Zehntel. Amerika verachtfachte sich. Doch je geringer die Geburtenrate bei uns wurde, desto mehr stieg die ökonomische Produktivität pro Kopf an. Auch die Ökosysteme geraten durch weniger Menschen weniger unter Druck, denn diese verursachen weniger Verkehr und Lärm, brauchen weniger Fläche, Ressourcen- und Energie. „Weniger sind mehr: Warum der Geburtenrückgang ein Glücksfall für unsere Gesellschaft ist“, hieß daher das letzte Buch des 2007 verstorbenen deutschen Soziologen Karl Otto Hondrich. Weniger wäre mehr weiterlesen