Unabhängiger Ökologe bei der französischen Präsidentschaftswahl

Antoine Waechter (Bildmitte) mit Heinz-Siegfried Strelow (links) und Prof. Hans Ch. Binswanger nach der Verleihung des Herbert-Gruhl-Preises 2007 in Breisach.

Antoine Waechter, Träger des Herbert-Gruhl-Preises, will zur Präsidentschaftswahl in Frankreich antreten. Waechter lebt im Elsass und führt die Mouvement Ecologiste Independet (MEI) an, die eine Alternative zu der auch in Frankreich linksorientierten Partei der Grünen darstellt. 1988 hatte Waechter schon einmal kandidiert und kam auf 4 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang. Gegenüber der Badischen Zeitung vom 15. März erklärt Waechter, es gehe ihm darum, ökologisches Denken in den Wahlkampf zu tragen, auch wenn er nicht viele Prozente werde erreichen können. Eine regionalistische Orientierung ist dem Elsässer Waechter im zentralistisch organisierten Frankreich zudem eigen. Viel Erfolg!

 

 

Ein Ökonom auf der Suche nach Wirklichkeit

© JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co. www.jungefreiheit.de 05/17 / 27. Januar 2017

Prof. Dr. Hans Ch. Binswanger.

[Der HGG-Ehrenvorsitzende] Hans Christoph Binswanger gilt als „Vater“ einer ökologischen Steuerreform und ist als Doktorvater des langjährigen Deutsche-Bank-Chefs Josef Ackermann einem breiten Publikum bekannt. In Fachkreisen ist der Emeritus für Volkswirtschaftslehre der Universität St. Gallen aber als Wachstumsskeptiker anerkannt. Bereits vor 50 Jahren erkannte der Schweizer Ökonom, daß die neoklassische Theorie mit ihrem Rekurs auf die Faktoren Arbeit, Kapital und technischen Fortschritt zur Erklärung von Wirtschaftswachstum zu kurz greift. Es fehlt der Naturverbrauch als Schlüsselgröße. Ein Ökonom auf der Suche nach Wirklichkeit weiterlesen

Edgar Guhde (1936-2017)

Dipl.-Pol. Edgar Guhde (1936 bis 14. Feb. 2017) ist einigen als langjähriger intellektueller und politischer Wegbegleiter Herbert Gruhls in den 1970er und 1980er Jahren bekannt. 1984 legte Edgar Guhde ein Lehrbuch „Natur und Gesellschaft“ vor, das in ökologisches Denken und Handeln einführt, und dem Gruhl ein ausführliches Vorwort beisteuerte. Im Jahrbuch der Herbert-Gruhl-Gesellschaft „Naturkonservativ“ , das  2001 bis 2008 erschien, sind zwei von drei Beiträgen Guhdes dem Themenkomplex Tierrechte zuzuordnen: „Rechtsstaatliche Offensive Tierschutz“ (2002) und „Halbzeitbilanz rot-grüner Tierschutzpolitik“ (2005) – ein 2001 publizierte Jahrbuchbeitrag Guhdes gilt der Medienmanipulation am Beispiel des Fernsehens. Die Thematik Tierrechte rückte bei Guhde immer sichtbarer in den Vordergrund, was seine beeindruckende autobiographische Skizze auch nahe legt, die hier an Stelle eines Nachrufes wiedergegeben sei, um ihn selbst zu Wort kommen zu lassen (unter:  https://wolodja51.wordpress.com/2017/03/01/zum-tode-von-edgar-guhde-am-14-02-2017-in-duesseldorf/comment-page-1/#comment-5862)  

Tag des Artenschutzes

Zum Tag des Artenschutzes am 3. März 2017 gilt es darüber nachzudenken, wo Menschen Naturräume und damit Arten verdrängen. Global ist es die Weltbevölkerung in Verbindung mit einem ressourcenintensiven Lebensstil, was der Natur zusetzt. In Südwestdeutschland gibt es durch Abwanderung aus den neuen Bundesländern schon länger Zuwächse, durch grenzüberschreitende Zuwanderung  mittlerweile aber auch wieder in ganz Deutschland.

Um im wachstumsträchtigen Südwesten zu bleiben, so heißt es dort für Deutschlands angebliche „Öko-Hauptstadt“ Freiburg im Breisgau am 3. März in der regionalen Presse: die Stadt baue einen neuen Stadtteil Dietenbach für 12.500 Menschen, auf grüner Wiese versteht sich. Auch Gemeinden und ihre Bürgermeister im Umland äußern sich immer wieder stolz, wenn die Einwohnerzahl steigt. Aber lebenswerter wird eine Stadt durch quantitatives Wachstum nicht, artenfreundlicher auch nicht. Nachverdichtung, Verkehrszuwachs und schrumpfende Naherholungsräume sind die Regel. Weniger ist manchmal mehr. http://www.tag-des-artenschutzes.de/

(V. Kempf)